Freitag, 9. April 2010

Fallout 3 - GOTY Review

Nach einiger Zeit und zu einem Hammerpreis konnte ich die Game Of The Year Edition von Fallout 3 erstehen.
Nachdem ich die ersten zwei teile zwar angespielt habe, aber rundenbasierte Shooter ueberhaupt nicht ausstehen kann (die einzige ausnahme war wohl "jagged alliance", aber da war ich ja noch jung und Isosicht war noch hip in Strategiespielen) konnte ich kaum darauf warten, mich in Ichschuetzenperspektive in Postapokalypse zu suhlen und mich mit 50er jahre Flair berieseln zu lassen.
Ich koennte jetzt Reviews anderer Magazine zitieren und Fallout 3 Honig um den Bart schmieren, aber das waere ja langweilig und passt hier nicht rein.
Hier sind meine Probleme mit dem Spiel, das schlussendlich in einer Woche nicht einmal angefasst wurde, obwohl die Disk die ganze Zeit im Laufwerk war:

Die Story geht zu schnell floeten.
Zwar ist es mein Bestreben, dahinter zu kommen, was von meinem von Liam Neeson synchronisierten Vater passiert ist, aber ab Stunde 10 ist sogar einfach rumlaufen und das zerstoerte Washington, D.C. angucken interessanter.

Die volkommen unnuetzen Zwangsfaehigkeiten.
Dadurch, dass man beim Levelaufstieg Punkte vergeben muss um weiterzukommen, enden diese oft in Nebenfaehigkeiten, die kaum spuerbar Einfluss aufs Spiel nehmen. Ach ja, und man sollte am besten von Anfang an wissen, was man tun moechte. So ein Ich-kann-alles-aber-nichts-so-ganz Charakter mag zwar nett sein, aber ohne Experte zu sein, wird man nichts in Fallout 3. Spaeter umskillen gibts hier nicht.

Diese elende Wuerfelei.
Was Jens schon damals bei Stalker aufgefallen war, ist auch hier das Problem. Wenn ich jemandem auf einem Meter Abstand anvisiere, dann sollte ich doch irgendein vitales organ treffen, selbst wenn ich mein junges Leben in einem Bunker verbracht habe, oder? Obwohl das V.A.T.S. System zum anvisieren schon cool ist.



Aber um doch auf einer guten Note zu enden: Fallout 3 hat eine der dichtesten Atmosphaeren, die ich in einem Spiel erleben durfte.
Die Spielwelt ist unglaublich detaillert und zieht mit morbidem Witz in seinen Bann. Ausserdem kam kein Kostuemdesign jemals so dicht an Mad Max ran.

Vielleicht liegt es ja auch an mir und Hardcorerollenspiele sind nichts fuer mich.
Geh ich halt wieder zu Diablo, Torchlight und Co.

Kommentare:

Henk hat gesagt…

Das klingt jaa alles immer superspannend, so bei den Rollenspielen, aber ich bin eben viel zu ungeduldig für so etwas. Das überlasse ich dann Anderen. (Man kann ja nicht alles spielen..)

rollinger hat gesagt…

Das wäre mein Spiel, aber mir fehlt die Hardware. Im Moment spiele ich gerade JA2 mal wieder. Und die Falloutserie besonders 2 und Tactics waren der Hammer! Alleine die grafiken waren der Hammer, das war wahrschenlich das schönste gezeichnete Spiel das es je gab. Leider vergaß ich wie der Comiczeichner heißt.
Das Problem das ihr habt, ist eben die Engine, die so aufgebaut ist. Das ist ärgerlich und kommt bei Extremsituationen eben zum Tragen. Genau dann wenn man denkt "kann doch nicht sein" ist es eben die Statistik die das vermasselt. Aber sowas ist für mich OK. Andererseits trifft sie ja auch immer, wenn man gut geskillt ist.
Ich bin ein großer Freund von rundebasiert, das geht bei Schach schon lso :-)
Man hat Zeit zum Denken und kann auch schon beim vierten Bierchen sein.

Marco hat gesagt…

Ich habe die Kiste verschlungen. Finde diesen ironischen teils bittersüßen Humor Klasse. Auch die ekelviecher im Spiel find ich Klasse:) kann Teil 4 kaum noch erwarten.