Montag, 31. Dezember 2012

Gib dir die Kugel im Zen-Garten

ZEN PINBALL gibt es als mobiles Pinball- Spiel schon länger. Zunächst für das iPhone und später auch für den 3DS und einige Android- Smartys. Die iPhone- Version kenne ich nicht und zu der 3DS-Version hatte ich hier schon mal was geschrieben. Für Android gab es das Spiel bisher nur für Geräte mit dem Tegra-Chip. Unterdessen haben die Zen Studios ein wenig nachgebessert und das Spiel auch für andere Android-Gamer nutzbar gemacht. Auf den 3DS gibt es als Download zwei Zen Pinball Spiele mit jeweils 4 Tischen. Die eine Version hat als Tisch-Themen Marvel-Figuren.
Auf Android bekommt man mit dem Spiel einen Tisch kostenlos (siehe Screenshot). Weitere Tische kann man als In-Game-Buy einzeln dazu kaufen. So wie bei Pinball Arcade. Im Gegensatz zu Arcade sind die Tische bei Zen keine Lizenz-Tische von Bally und Co. Auch preislich ist Zen Pinball anders. Muss man bei Arcade mittlerweile 4.99 für einen Tisch hinblättern, so bezahlt man bei Zen nur 75 bis 79 Cent pro Tisch. Die Marvel-Tische kosten trotz Lizenz 75 Cent.
Grafisch liegen beide Spiele gleich auf. Wobei Zen Pinball noch einen erweiterten Grafikmodus hat, der für leistungsstarke Android-Geräte wie zum z.B. Geräte mit Tegra-Chip gedacht ist, in dem das Spiel wirklich besser aussieht. Auch eben besser als Pinball Arcade!
Bis auf den Iron Man Tisch gibt es alle Marvel-Tische, die es auch auf den 3DS. Und 4 weitere. Von den zweiten 3DS-Spiel gibt es auf Android nur einen Tisch. Aber dafür 4 weitere die es auf den 3DS nicht gibt. Den 3D-Effekt vermisse ich auf Android nicht. Der ist eben auch auf den 3DS nicht spielentscheidend. Ist dann Pinball Arcade wenigstens spielerisch oder im Handling besser als Zen Pinball, wenn es denn schon teurer ist? Nein, auch da liegen beide gleich auf. Also ist Zen Pinball ein schöner und preisgünstigerer Zeitvertreib für Zwischendurch, wo sich ein Download schon mal lohnt.

EDIT 16 Uhr 23:
Ich wurde eben darauf aufmerksam gemacht das die Preise im Moment wohl Feiertags preise sind und sonst ein Tisch wohl 1,50 kostet. Finde Ich aber auch nicht besonders teuer.

Montag, 24. Dezember 2012

Zur Abwechslung mal Pinball Arcade

Es sind nicht ein mal 4 Wochen um und da gibt es schon wieder ein Post zu Pinball Arcade?
Tja, zu Weihnachten ist FarSight eben mal eine Woche früher dran als letzten Monat. Und ja, man ist dabei geblieben nur noch einen Tisch pro Monat neu anzubieten. Auch bei den hohen Preis ist man geblieben. Denn auch wieder gibt es ein Tisch mit einer TV-Lizenz, die FarSight wahrscheinlich eine Schüppe mehr kostet. Diesmal ist es der Star Trek - The Next Generation - Automat aus dem Jahr 1993. Mal wieder einen Tisch den ich persönlich kenne und früher sehr gerne und immer mal wieder gespielt habe. Somit konnte mich auch FarSight quasi dazu überreden diesen Tisch zu kaufen. Aber nicht die sogenannte Pro-Version für 7.99!
Aber der Twilight Zone Tisch bleibt trotzdem im Slot. Bin ich auch Fan der Serie, so finde ich den Tisch nicht so besonders, als das ich für die Software-Version so viel ausgeben würde.

Außerdem gab es mit diesen Update auch ein neues Benutzer-Menü, das ich ein wenig gewöhnungsbedürftig finde. So funktioniert es nur im Landscape-Modus. Aßerdem gibt es jetzt auch noch die Möglichkeit und Extras für die einzelnen Tische individuell den Kugeln neue Skins zu verpassen. Jetzt also nicht nur Gold, sondern auch als 8er Billiardkugel oder Smiley. 7 Skins gibt es da bisher, wenn ich mich nicht verzählt habe. Ein ganz netter Gimmik.

Direkt nach den Update gab es noch den witzigen Bug, das wenn man den Tisch horizontal gestartet hatte mit den Starten der Session die Ansicht auf Landscape umsprang und auch anders herum. Den Bug haben sie mit den Update von Gestern behoben.

Freitag, 21. Dezember 2012

Henk's Video Game Review 2012


2012 bin ich eigentlich nicht so zum spielen gekommen wie im Jahr davor. Außerdem gab es nicht so viele neue Spiele die mich so gereizt hätten. So habe ich dies Jahr auch viele Stunden vor dem Atari 2600er und vor den virtuellen Spielkonsolen auf Wii und 3DS verbracht. Wo ich sonst eher selten vor der Wii gesessen oder gestanden habe. Zwar gab es regelmäßige Familienrunden mit Wii SPORT RESORT, PARTY und MOTION PLUS, aber sonst hat eher die Little Miss Gamer GO VACATION an der Wii gespielt, wenn ich mir die Logfiles der Wii so anschaue. Die PS2 hatte ich dies Jahr nur einmal angeschaltet um mir zwei Pinball-Spiele nochmals kurz anzuschauen. Das war es auch schon in Sachen Heimkonsolen gewesen.
Als Hardware-Anschaffung war erst eine PS3 vorgesehen gewesen, die ist aber ins Wasser gefallen, weil es eine andere Hardware gab, die in meinen Augen für mich interessanter war:

Samstag, 8. Dezember 2012

Fly me to the.. huh?!... Wuhu Island


Um ehrlich zu sein, ich wusste gar nicht das Pilotwings Resort zwei Vorgänger hatte. Erst Scorpius und sein Retro Snippets #97 hatten ich dazu aufgeklärt. Nun hatte ich schließlich kein SuperNES und auch kein N64, also daher sei mir meine Ahnungslosigkeit bitte verziehen.
Wobei man hier als Schwingenpilot das erste Mal Wuhu Island besucht, das man von Wii Sport Ressort, Wii Fit und Strecken von Mario Kart her kennt. Naja, das Spiel ist nix für Action-Fans. Hier geht es eher behäbig zu. Allerdings nicht allzu behäbig. So kann man beim sogenannten Freiflug nur 2 Minuten am Stück fliegen. Das ist vielleicht ein wenig zu kurz zum entspannen. 
Ich habe nun zwar gelesen, das wenn man weiß Ballons sammelt das man dann ein wenig mehr Zeit bekommt, oder so. Naja, wenn man einen richtigen Freiflug haben will, braucht man nur ein neues Profil anlegen. Da darf man am Anfang so viel rumfliegen wie man will. Danach kann man das Profil ja wieder löschen und wieder von Vorn beginnen.
Und was macht man sonst so bei dem Spiel? Tja, zwischen Flugzeug, Drachenflieger und Raketengürtel wählen und sogenannte Missionen erfüllen. Also Ringe durchfliegen, Ballons kaputt machen, auch mal auf freischwebende Zielscheiben schießen oder Objekte photographieren. Dann sauber landen, darauf achten das man nicht zu viel Treibstoff verbraucht (besonders beim Raketengürtel--- Der Modus erinnert ohnehin so ein bisschen an das klassische Lunar Lander) und dafür alles bekommt man Punkte. Das war's!
Tja, für 40 Euro (bzw. 45 im eShop) ist das alles zu wenig. Viel zu wenig. Wenn man den Preis mit einem Gutschein wie ich verringern kann, dann ja dann bekommt man ein kleines Spiel für zwischendurch a la Solitair oder Mahjong, also für die Kurzweil. Sonst lässt man es lieber stehen.
Wobei dies das erste Spiel für den 3DS für mich ist, wo ich den 3D-Modus wirklich anlasse, weil man in 2D die Entfernungen schlechter abschätzen kann, also das Spiel durch den 3D-Modus wirklich erleichtert wird bzw. sinnvoll ist und nicht nur schöne Dreingabe.

Freitag, 7. Dezember 2012

Sam & Max - Die Dritte



Ja, die dritte Season von Sam & Max ist nun unterdessen schon etwas älter. Ich hatte seiner Zeit die ersten 2 Episoden von 5 schon im Original gespielt. Das Problem bei den Sam & Max - Spielen ist immer das man sie eigentlich im Original mit den Originalstimmen bzw. -Dialogen spielen sollte. Für die erste Season hatte man sich mit den übersetzen richtig Mühe gegeben. Bei der Zweiten war dies leider nicht mehr der Fall und auch die deutschen Sprecher hatten leider sehr oft ein wenig schlecht Betont und hölzern geklungen. Außer die Sprecher von Sam & Max selbst. Dies ist leider auch wieder bei der dritten Staffel so. Aber leider muss man auch ein Nativespeaker sein um die Spiele im Original voll genießen zu können. Ich bilde mir zwar immer ein ganz gut Englisch zu können, aber um die Wortwitze zu verstehen fehlt mir dann auch immer wieder was. So habe ich auch bei der dritten Season auf die deutsche Version, die allerdings erst letztes Jahr im Oktober herauskam, zurückgegriffen.

Wie schon Season 2 ist die 3. nur 5 Episoden lang. Die Erste hatte noch 6 Episoden gehabt. Allerdings waren die Tales Of Monkey Island und Back To The Future, die eben auch von TellTale sind, auch nur 5 Episoden und Wallace & Gromit sogar nur 4. Quantität geht natürlich nicht vor Qualität. Allerdings will ich auch vorweg sagen, das wie schon die zweite Season die Dritte der Ersten leider nicht das Wasser reichen kann. Die Rätzel und auch die Gags sind in der ersten Season unerreicht. Und wenn man das alles auch noch mit den ersten Sam & Max Game Hit The Road vergleicht, dann sieht selbst die erste Staffel von TellTale nicht mehr so gut aus.
Damit will ich nicht sagen das die Episoden richtig schlecht sind. Denn auch die zweite Season hatte der Little Miss Gamer und mir ja auch gefallen. Episode 1, 2 und 4 bei der letzten Staffel hatten uns sehr gut gefallen und hatten auch so richtig Spaß beim Rätzeln gemacht. Jede Menge zu lachen gab es auch. Episode 3 war ein wenig zähflüssig gewesen. Leider war die 5. und letzte Episode sehr unübersichtlich gewesen. Oftmals haben wir nicht gewusst was wir nun zum Teufel (he, he, wie Doppelsinnig) machen sollen und man musste die Tiprate (ja, das kann man im Spiel wie schon bei den Vorgängern einstellen) hochstellen, so das man von Sam einen Tip bekam. Das spielte sich nicht schön und machte das Finale ein wenig kaputt. Das Ende kam dann auch recht überraschend, aber dafür war die "Auflösung" dann recht originell gewesen.



Bei den Episoden sind die Macher teilweise auch neue Rätzelwege gegangen. Also nicht ganz Neue, aber Neue innerhalb der Serie. So war die Idee an sich nicht schlecht gewesen, das Max' Gehirn gestohlen wurde und man Sam alleine steuern musste, aber um eben nicht nur Rätzel zu lösen, sondern auch Verhöre abzuhalten. Das erinnerte dann ein wenig an die Schwertkämpfe in Monkey Island und war teilweise auch genauso lustig. Leider gestalteten sich diese Verhöre dann doch etwas nervig, weil man andauernd zwischen den Schauplätzen hin und her wechseln musste, was auf die Dauer dann eine eher entnervte als das man vor Spannung platzte. Dafür waren die Zeitreisen und dessen Umsetzung gut gelungen. Hier wurde nicht nur viel Spielwitz reingesteckt, sondern man musste auch ein gesundes Maß an Gehirnschmalz aufwenden.

Schön ist auch das man den Serien-Charakter erhalten hat, und wieder alte Nebenfiguren eingebaut hat, die aber teilweise in neuer Rolle auftraten oder neue Aspekte hinzu bekamen. Trotzdem gab es auch neue Figuren, so das es eigentlich nicht zu Wiederholungen kam. Auch gab es wieder viel Homagen an TV-Serien und Kinofilmen. Z.B. eine Schöne an Zombie-Filmen.
Auch wenn hier eben nicht die Qualität der ersten Staffel erreicht wurde, so ist es immer noch ein schönes Adventure mit dem Sam & Max-Bonus, das man sich zulegen sollte. Wer z.B. nicht die erste Season besitzt, bekommt diese beim Kauf der DVD-ROM-Version auf einer extra DVD hinzu, auf der auch all das Bonusmaterial von der ursprünglichen Fassung mit dabei ist. Nur das Bonus-Mat in Papier der damaligen Ausgabe als Euro-Box ist hier nun natürlich nicht dabei. Aber beide Staffeln kann man auch wahlweise in Englisch spielen.
Diesmal gibt es leider den Soundtrack der dritten Staffel leider nicht als Beigabe. Aber immerhin wieder Wallpaper, Konzeptzeichnungen und Videos. Unter anderem z.B. ein Outtakes-Video a la Toy Story, das es auch bei den anderen Staffeln schon gab.
Aktuell kostet das Spiel beim Armen Sohn immer noch über 30 Euro (war aber auch schon mal knapp unter 30). Das wird sich aber bestimmt bald ändern und dann lohnt sich die Anschaffung auf jeden Fall!

Jetzt spielen wir erst einmal Nina & Max Geheimakte 3.

Samstag, 1. Dezember 2012

Pinball Arcade - Twilight Zone

Wieder einmal ist ein Monat rum und FarSight Studios bietet wieder einen neuen Download für ihr Pinball Arcade an. Zu mindestens für Android. Die Pro-Versionen von einigen Tischen gab es schon letzten Monat, wo FarSight Studios schon nochmal $ 1.99 haben wollten. Den genauen Inhalt dieser Packs kenne ich allerdings nicht, weil ich eben bei schon $ 2.99 pro Tisch meiner Meinung nach genug bezahlt habe. Irgendwie hat man mit der Pro-Version wohl mehr Einstellungsmöglichkeiten und kann sich die Tische in Detail anschauen, oder so etwas.
Bisher habe ich die für App-Verhältnisse recht hohen Preise immer verteidigt, denn es ist schon richtig das kein Studio von fast umsonst leben kann. Leistung soll schon bezahlt werden. Das ist völlig okay. Anfangs gab es ein oder zwei Tische für $ 1.99, aber auch schon gleich welche für 2.99.
Diesen Monat, ja den Weihnachtsmonat, gibt es ein besonderes Geschenk. Nicht nur das es diesen Monat nur einen neuen Tisch gibt, TWILIGHT ZONE von Bally aus dem Jahre 1993, sondern dieser kostet in der Vollversion gleich $ 4.99 und in der Pro-Version $ 7.99! Das finde ich persönlich als zu teuer für ein Android-Spiele-App-DLC. Die Mincraft - Pocket Edition kostet dagegen z.Z. € 5,49. oder eben Machinarium € 3,99. Und das sind nicht nur DLCs.



Der Tisch ansich ist schon ganz gut umgesetzt worden. Wenn ich hier auch nicht das Original gespielt habe, aber die Future Pinball - Version kenne. Mir ist bewusst das man Pinball Arcade nicht mit dem Hobby-Spieldesigner-Projekt Future Pinball vergleichen darf. Wenn dort die Leute echte Pnball-Automaten nachbauen, dann ist das gelinde gesagt eine rechtliche Grauzone. Denn eigentlich sind nur Eigenkreationen mit selbsterdachten Namen wirklich clean. FarSight müssen Lizenzgebühren bezahlen und haben auch den Programieraufwand, aber ob ich für den Twilight Zone Tisch wirklich $ 4.99 ausgeben möchte, muss ich mir schon noch genau überlegen.

Donnerstag, 29. November 2012

Limbo


Limbo? Das ist doch dieser Tanz, oder? Ja, das mit dem unter der Stange durchtanzen ohne diese zu berühren. Laut Wikipedia ist dieser ursprünglich ein Tanz von der westindischen Insel Trinidad der eine Woche nach einem Begräbnis durchgeführt wurde. Und das bringt uns zu dem Spiel  Limbo aus dem Jahr 2010. Merkwürdig das ich nicht schon eher über dieses geniale Indie-Spiel gestolpert bin. Ich bin jetzt durch einen Artikel in der Jubiläumsausgabe der Power Play drauf gestoßen. Schon die Screenshots haben mich sofort angepiekt. Das sah ja schon einmal fantastisch aus. Und nachdem ich mir die Demo (in meinen Fall bei Steam) runtergeladen hatte, war ich schon nach nur 5 Sekunden gefangen. Die Demo flog gleich wieder von der Festplatte und wurde durch die Vollversion ersetzt.
Um was geht es bei Limbo? Tja, ein kleiner Junge wacht in einem Wald auf. Das ist erst einmal alles was man weiß. Das Spiel hat kein Interface. Man braucht nur Steuerkreuz bzw. Richtungstasten und zwei Aktionstasten für Springen und Aktionen auszuführen. Es gibt keinen eigentlichen Soundtrack. Man hört nur den Wald und wie sich der Junge bewegt. Alles ist in Schwarz/Weiß und nebulös. Wie in einem Traum. Sind wir/der Junge in einem Traum? Oder weil das Spiel Limbo heißt, sind wir vielleicht schon Tod und müssen den Weg in die nächste Welt finden? Oder suchen wir nur jemanden in dieser Zwischenwelt? Ja, das weiß man nicht und das macht den Reiz des Spiels aus.



Ja, es ist ein richtiges Spiel. Ein Adventure. Aber ohne Dialoge und im 2D-Jump'n'Run-Look. Es gibt kein Zeitlimit und keine goldenen Münzen zu sammeln. Mit läuft mit der Figur los und trifft schnell auf Hindernisse. Sterben kann man in diesen Spiel schnell und auf vielfältige Weise. Bei der düsteren Stimmung sind die Tode die man sterben kann schon auf eine dunkle Art lustig. Meistens tapt man in die Fallen und muss sich dann einen Weg suchen diese zu umgehen. Das wird einen alles so wahnsinnig stimmungsvoll in seiner Schlichtheit präsentiert (man sehe sich nur alleine die Screenshots schon an), das man das Spiel nur lieben kann. Am ehesten erinnert mich das Spiel an den ersten Teil von Tomb Raider, bloß eben in der Seitenansicht und ohne Geballer. Aber die Rätzel schaffen eben den Vergleich. Ich kann jeden Spieler dieses Game nur an Herz legen! Einfach mal die Demo runterladen und anschauen. Für mich persönlich ist es schon mal das Spiel des Jahres!

EVE hat mich wieder

Seit einigen Wochen bin ich wieder dabei. Zufällig war meine Anmeldung auf den Tag exakt wie letztes Jahr. Muss wohl doch an der Jahreszeit liegen, wenn das Fernweh mich quält.
Es hat sich viel verändert. Neue Menüs, Bedienung Effekte und Optik Das tolle Erzminenschiff [Hulk]der letzten Jahre ist jetzt ein oller Kahn. Der kleine ungeliebte Retriever allerdings, den man damals für ein paar ISK (So die Währung im Spiel) bekam, ist jetzt der beste Bagger um in so einem Asteroidengürtel zu stehen und das wertvolle Erz zu schürfen.
Alle Schiffe sind optisch aufgemotzter, die Grafikengine hat draufgelegt und alles ist sehr fotorealistisch. Die Waffentürme klappen sich aus und Planetenoberflächen sind atemberaubend.
Auch das Publikum hat sich verändert. Man sieht sehr viel kyrillische Schrift inden Chats die sich leider aber auch stellenweise wahr für viele als "Die Russen schießen alles ab" manifestiert hat. Der deutsche Chatkanal liest sich eher pubertär und ist zu meiden.
Es gibt viele Spezialistenchannels die wissen wie Bergbau, Raffinerie, Forschung, Planeten Abbau etc funktioniert. Da ist man gut aufgehoben. Die Headhunter schleusen einem auch gerne in ihren Corpchannel und man hat ein wenig Geplauder.

Mein Lieblingstransporter der Bestower. Mit dicken Extra Cargobehälter Tec II. Da würde Deine Mudder reinpassen


Prompt wurde ich nach drei Tagen Spiel in einem System abgeschossen das gerade noch so (0.5) sicher ist, auch wenn der Angreifer durch die dortige Militärpolizei CONCORD ebenfalls seinen Kahn verliert, war ich mein wehrloses Baggerschiff los.
Mittlerweile ist Bergbau nur mein leidiges Nebengeschäft. Ich handle eher von hier nach dort, baue Dinge und bin gerade dabei zu verstehen wie Forschung geht. Auch Planetenabbau, Eisabbau, Weltraumscanning habe ich begonnen. Es ist wie immer in EVE. Langwierig und das schreckt dann sehr viele Spieler auch mal Skills zu erlernen die 21 Tage dauern. Das ist gut so.
Ansonsten sind Kontakte unabdingbar. Meine kleine Corporation der ich beigetreten bin ist auch nur da um die hohen Steuern zu umgehen. Ein Neuseeländer der genau 12 Stunden zeitversetzt online ist.
Ich werde wohl öfter mal hier über EVE berichten, den die Details sind erschlagend. Das Spiel ist manchmal nervig, manchmal langweilig und es passiert gar nichts. Es ist ungerecht und dann doch wieder sehr unterhaltsam und abenteuerlich.
Aktuell sieht es so aus. Man kann Geld machen mit den schäbigsten Drohnen, weil die Ankündigung des Patches am 4.Dez die Drohnen pushen soll. Mir war das Recht, aber jeden Tag leer gekauft und neu produzieren ist auch Arbeit. Ich berichte weiter wenn ihr wollt.

Freitag, 23. November 2012

POWER PLAY 25 Years after


Die POWER PLAY ist zurück! Naja, nicht ganz. Was seit diese Woche im Kiosk ausliegt ist ein CHIP Sonderheft zum 25. Jubiläum der Erstausgabe der POWER PLAY. Als "Editor at large" begrüsst einen im Editorial Niemand Anderer als Heinrich Lenhardt! Aber bei den Autoren klingelt es auch: Winnie Forster, Michael Hengst, Anatol Locker, Jörg Langer und Roland Austinat! Alles "Helden" aus meiner Jugend!! Naja, vielleicht ein wenig übertrieben...
Trotzdem oder gerade deswegen ein Grund das Heft zu kaufen. Ich habe es bisher erst durchgeblättert. Hier wird durchaus nicht nur übers Retrogamen berichtet. Auch über aktuelle Spiele.
Da unterscheidet sich die POWER PLAY von dem vor ein paar Monaten erschienen RETRO GAMER (an dem auch Jörg Langer beteiligt war). Trotzdem sind beide bisher nur Sonderhefte. Aber wie schon bei der RETRO GAMER gilt, wenn es erfolgreich ist, denkt man schon über eine vierteljährige Weiterführung nach.
Also so beim durchblättern wäre so ein Heft schon ein schöne Alternative für den Gamer über 40.
Wo ich mich z.B. langsam bei der Gamestar ein wenig nicht mehr zu der Zielgruppe zugehörig fühle, könnte das ein Hort für die Senioren sein.
Also ich lese jetzt erst einmal drin und schreibe dazu bestimmt nochmals was. 

Spielen im Wandel der Zeit - Eine persönliche Ansicht


"Spielen ist doch nur was für Kinder!" ist eine Phrase die man heutzutage zum Glück nur noch recht selten hört. Aber es kommt doch immer mal wieder vor das die Meinung vertreten wird, das Erwachsene doch nicht spielen und wenn ja dann sind sie eben kindisch. In den Zusammenhang hört und liest man das immer mal besonders zum Thema Videospiele. So etwas kommt dann nicht nur von sogenannten Bildungsmenschen, sondern eben auch mal aus der B!LD-Leser-Fraktion. Durchs Internet und Casual Games hat sich das zwar in den letzten 10 Jahren ein wenig entzerrt, aber so ganz ist die Meinung noch nicht aus den Köpfen der "Spielverderber" verschwunden.
Und überhaupt, spielen tut man als Kind um etwas für's spätere Leben zu lernen und dann wird man erwachsen! Ist das so?

Derweil spielen die meisten Menschen doch ihr ganzes Leben lang. Auch die die solche Sätze wie oben loslassen. Und sie benutzen das Verb spielen dabei sogar. Sie spielen Fußball. Sie spielen Lotto. Sie spielen Skat. Naja, bekommt man dan manchmal zu hören, wenn man dieses Argument anbringt, das wäre doch etwas ganz anderes. Eben was Ernsthaftes. Was Erwachsenes eben. Man rutsche nicht mit den Knien auf den Boden rum oder klicke keinen bunten Computerbilder am Bildschirm an. Das wäre doch das eigentliche kindische Spielen!
Aha. Aber was tut man da? Also beim Videospiel? Bei den meisten Genres tut man so als wäre man jemand Anderes (was sie meisten Menschen schon ohnehin ständig machen z.B. auf Arbeit, im Sportverein, bei Verwandschaftsbesuchen usw.). Man versetzt sich in eine andere Rolle, wie ein Schauspieler. Mit wird zum Detektiven, zum Soldaten, zum Piloten oder eben zum Klempner der Prinzessinnen rettet. Man tut so als wäre man jemand anderes, man spielt diese Rolle. Das machen eben nicht nur Schauspieler, sondern wer mal auf einem Seminar (Neudeutsch Workshop) gewesen ist, der kennt Rollenspiele, die meist nicht nur zur Veranschaulichung benutzt werden, sondern auch das sich die Teilnehmer dabei entspannen können. Und darum geht es doch beim Spielen! Man will sich aktiv entspannen. Man will mal aus seinen Leben ein wenig austreten, einen Schritt beiseite gehen, und mal jemand Anderes sein. Wenn man so etwas nicht im Spiel simuliert, sondern das so ganz "erwachsen" angehen würde, dann kann das schnell zu einer Straftat führen! Dann ist man im fast schon harmlosesten Fall ein Hochstapler. Oder eben Autodieb. Oder behindert als Hobbyermittler die Polizei. Oder wird für verrückt erklärt. Z.B. wenn man sich ne rote Latzhose anzieht, ne rote Schirmmütze aussetzt, nur noch Pilze ist und versucht Prinzessin Viktoria zu retten.

Aber wie ist es mit den Spielen bestellt? Wenn ich mal einen Blick zurück in die Vergangenheit werfe und mich dabei nur auf meine Familie väterlicherseits beziehe, dann ist das alles gar nicht so einfach. Mein Opa (Geb. 1885) wird wohl in seiner Kindheit auf den Bauernhof in Ostpreussen bestimmt gespielt haben. Ob nach der Kindheit von ihm irgendein Mannschaftssport betrieben wurde, wie Fußball, oder ob er Karten gespielt hat, weiß ich nicht. Das war so eine Generation die nie groß über die Vergangenheit gesprochen hat. Aber auch nicht über die Zukunft. Und schon gar nicht über die Gegenwart. Mein Opa soll ohnehin nicht viel gesprochen haben. Auch nicht mit seinen Sohn, also meinen Vater. Daher wissen wir nicht viel über sein Spielverhalten als Erwachsener. Bei meiner Oma (Geb. 1909) weiß ich das sie als junges Mädchen Tischtennis gespielt hatte und nur eine einzige Puppe besessen hatte, die sie im Alter von 8 Jahren an eine der jüngeren Geschwister abgeben musste. Als sie 13 wurde starb ihre Mutter und sie musste als Älteste den Haushalt übernehmen. Da war dann nicht mehr viel Zeit zum spielen. Später hat sie aber immer ganz gern mal Rommé oder Canasta gespielt. Aber nie mit mir. Ich kann mich nicht erinnern das sie je mit mir etwas gespielt hat. Auch wenn wir alle im Garten zusammen waren. Kein Federball oder so. Es gab eben immer etwas zu Arbeiten. Im Garten zu wühlen. Wenn wir zu hause besuchten, dann kocht, putzte oder weckte Obst ein. Wenn sie uns besuchte, dann kochte sie auch und bügelte die Wäsche.

Mein Vater (Geb. 1935) hatte durch den Krieg seine frühe Kindheit verloren. Als er 9/10 Jahre alt war wurde Berlin von den Alliierten Tag und Nacht bombardiert. Da war nichts mit spielen. Nach den Kriegsende kam die Hungersnot. Er hätte mit 11 gerne einen Roller gehabt, aber der kostete 10 Reichsmark. Damals unglaublich teuer für eine ausgebombte Familie, wo der vater für ein paar Mark im Monat Linienbusse fuhr und die Mutter mindestens vier Mal im Monat auf den Land hamstern ging. Das einzige Spielzeug das er je hatte war ein kleiner Trecker aus Holz. Natürlich unlackiert. Die Lackierten warten zu teuer gewesen. Später spielte er dann Karten. Skat mit den Gartenfreunden und eben auch Rommé mit Freunden und später auch mit mir. Das Konzept eines Brettspiels war in meiner Familie zunächst unbekannt. So etwas gab es nicht. Es wurde auch kein Geld in Flipper-Automaten gesteckt. Dafür war kein Geld da. Was übrig blieb wurde in Schallplatten investiert. In den 60zigern wurde dann der Verdienst meiner Eltern etwas besser, so das man sich auch mal was leisten konnte. Z.B. eine eigene Wohnung 1961. Mein Vater arbeitete (bis zu seiner Rente) als Steinsetzer, das früher noch ein richtiger Ausbildungsberuf war und einen Gesellenbrief erforderte. Meine Mutter als Buchbinderin an einer Maschine bei Ullstein (heute Springer) im Berliner Ullsteinhaus in Tempelhof.
Als ich dann ein paar Jahre später zur Welt kam, wurde so um 1972 das erste Brettspiel gekauft: Mensch Ärger Dich Nicht! Das wurde dann in der Familie mit mir gespielt. ABer mit ihren Freunden wurde weiter Rommé gespielt.

Das erste Videospiel, ein Pong-Clone von Blaupunkt, wurde von meinem Vater eher zufällig gekauft. Alle Welt sprach von Telespielen Mitte der 70ziger. Mein Vater hatte auf der Funkausstellung davon an jeden zweiten TV-Stand was gesehen. Und nach Funkausstellungen wurden die alten Geräte oder Vorgängergeräte immer billig in den Läden rausgeschmissen. So kaufte mein Vater für ein paar Mark bei Atzert so eine Telespiel von Blaupunkt. Schließlich hatte Damals fast jede Familie so ein Kasten. Allerdings konnte er nicht so viel mit dem Telespiel anfangen. Er spielte zwar tapfer ein paar Runden immer wieder einmal mit mir (meine Mutter hat den Kasten nur zum staubwischen abgefasst), aber so richtig Spaß hat ihm das glaube ich nie gemacht. Später hat er dann noch ein paar Spiele wie Missle Command und Tennis auf Ataris VCS gespielt, aber auch da nur um mir mal eine Freude zu machen. Aber Brettspiele hatte ich zu der Zeit auch viele gehabt. Meistens hatte ich diese allerdings mit meinen Freunden gespielt und nicht mit meinen Eltern. Das einzige Spiel das sie neben Mensch Ärger Dich Nicht je mit mir gespielt haben war Monopoly. Das wurde dann aber so oft gespielt, das ich es selbst heute nicht mehr mag und mich von meiner Familie nur wiederwillig zu der Disney-Variante überreden ließ.

Spielen ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens. Und eben auch einer wichtiger Teil in meiner Familie. Meine Tochter wächst mit Brett- und Videogames spielenden Eltern auf. Für sie ist das alles ganz selbstverständlich. Als Jugendlicher musste ich mir sehr oft von Gleichaltrigen oder Älteren anhören "Was du spielt Computerspiele?" (was in der gleichen angeekelten Tonart wie "Was du hast die Krätze?" gefragt bzw. festgestellt wurde). Heute ist das nicht mehr ganz so. Höchstens mal werde ich schief angeguckt wenn ich nicht War Of Worldcraft oder Doll Of Cutey spiele. Oder schlimmer noch diesen pixligen Kram aus den 80zigern des letzten Jahrtausends immer noch gerne spiele.
Ich finde es schön das die "Mädchen-spielen-keine-Video Games"-Phase auch mittlerweile überwunden ist. Für meine Tochter ist das jetzt alles selbstverständlich und es geht eher mal in die andere Richtung wie "der und der spielen keine Videospiele! Der oder der mag nicht einmal Videospiele!". Da muss ich dann mal dagegen argumentieren, das es eben Menschen gibt, die sich zwar Videospiele leisten können, aber sie trotzdem nicht spielen, weil sie eben andere Interessen haben. Sie kann sich wiederum kaum vorstellen, das manche Menschen Computer haben und darauf außer Solitaire kein einziges Spiel haben! Ein Computer oder Handy ohne Spiel erscheint schon fast sinnlos. Aber genauso selbstverständlich ist es für sie eben Brettspiele zu spielen, jede Menge Bücher zu lesen und mit Freunden klassische Kindheitsrollenspiele zu spielen ("Können wir mal ein paar Sachen aus der Vorratskammer nehmen? Wir wollen Einkaufszentrum spielen!"---"Kann ich mal dein Mikroskop ausleihen? Wir spielen wir wären Wissenschaftler die ein ausserirdisches Virus entdeckt haben!").
Ja, selbstverständlich könnte ich mich auch ohne zu spielen entspannen! Aber mal ehrlich: Das macht doch kein Spaß!

Donnerstag, 15. November 2012

Spielen wie früher in der Spielothek

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Als Retrogamer, der seine "Karriere" in den 80zigern in Spielotheken, Discos und Kneipen mit Donkey Kong, Phoenix und Galaxien begangen hat, ist es nicht so einfach das Spielgefühl von Damals zurückzubekommen, wenn man nur ein Gamepad oder einen Joystick in der Hand hält. Und wenn man sich dann kein Arcadeautomaten oder einen Nachbau leisten kann, und außerdem kein handwerkliches Händchen hat, bleibt eben nur der Weg sich eine etwas preiswertere Variante zulegen.
Da gibt es so einige Modelle die man bekommen kann. Die Variante die man hier auf den Bildern sieht ist im wahrsten Sinne des Wortes ein No-Name-Produkt. Ich weiß nicht ob dies ein Eigenbau ist oder nicht, aber eigentlich ist es auch egal.

Wie man schon an Hand der Tastenbezeichnungen sieht, ist das Board eigentlich für eine PS2 oder PS3 gedacht, aber mit einen einfachen Adapter kann  man bekanntlich alle Playstation-Controler am PC benutzen. Aber hierfür braucht man keinen zusätzlichen Adapter, denn hier wurde einen auch gleich zusätzlich ein USB-Stecker spendiert. Unter Win7 habe ich nicht einmal einen Treiber gebraucht. Trotzdem liegt dem Board eine Treiber-CD bei.

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Das Board ist sehr stabil gebaut. Der Kasten scheint aus Holz zu sein. Tasten und Stick sind sehr stabil. Da klappert nix. Der Kasten steht sicher auf dem Tisch, man kann ihn auch auf den Schoß nehmen. Aber ein stabiler Tisch ist beim wilden spielen vielleicht eher geeignet. Theoretisch kann man den Kasten auch gut in eine mit Aussparung versehende Tischplatte versenken.

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Durch die vielen Tasten und deren Anordnung ist das Board natürlich bestens für Beat'm'Ups geeignet. Das kann ich aber nicht testen, weil ich kein solches Spiel für den PC oder die PS2 besitze und auch kein Fan von den Genre bin. Ich benutze das Board lieber für Shoot'm'Ups.

Das Board mit seinen Steuer- und Tastenbelegungen wird von der Playstation sofort erkannt und ist wie ein Gamepad spielbar. Am PC ist das ein wenig anders. Da der Stick nicht digital ist und die analogen Taster hier als Taster angesteuert werden, hat man bei Spielen oder Emulatoren bei denen man die Tasten nicht selbst belegen kann ein Problem. Bei einen Emulator musste ich die .cfg mit einem Editor bearbeiten, damit ich das Board dafür benutzen konnte.

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Beim Spielen fühlt sich das Board sehr gut an. Und es fühlt sich wirklich an, als würde man an einen Arcadeautomaten stehen/sitzen. Die Steuerung ist so weit ausreichend und ist zu vergleichen mit der Steuerung an einem Automaten. Mit einen modernen Gamepad wie den Xbox-360-Controler kann man das natürlich nicht vergleichen, aber das sollte man auch nicht.
Ich habe jedenfalls eine Menge Spaß mit den Board!

Mittwoch, 14. November 2012

Dienstag, 6. November 2012

Rubberband-it


Wie jedes Jahr im Herbst ist auch dies Jahr wieder ein Need For Speed - Teil an den Start gegangen. Man kommt ja mit den zählen gar nicht mehr hinter her, da es ja mit den beiden SHIFT-Teilen quasi ein Spin-Off gab und es noch solche Merkwürdigkeiten wie MotorCity und NFS World gab, ist nun das Remake von NFS Most Wanted irgendwas zwischen Teil 13 und 16, je nach dem man nun die NFS-Titel nummeriert. Ist eigentlich auch egal. Nachdem man nun die Serie seit Jahren (aus der Sicht von Alt-Fans) konsequent in den Sand gesetzt hat, so letztes Jahr z.B. mit dem schlechten Witz Names The Run, fährt man mit den Namen Need For Speed bei EA jetzt scheinbar mehrgleisig. Neben den, sagen wir mal, offiziellen Fortsetzungen wie The Run, gibt es nun eben Shift 1 und 2, die den Anspruch haben sollen eine Championship-Racing-Sim zu sein, und  man lässt Criterion Studios nun alle 2 Jahre ein Remake eines alten Teils machen. Wobei sowohl Hot Pursuit als nun auch Most Wanted mehr mit Criterions Serie Burnout zu tun hat, als mit Need For Speed. Hot Pursuit war meiner Meinung nach das beste NFS der 90ziger und der alten Machart gewesen. Ein paar Elemente hatte da Criterion für ihr Remake mitgenommen, aber eben auch vieles hinzugefügt was die Burnout-Serie ausgemacht hatte, wie z.B. die Takedowns. Da mir z.B. eben auch Burnout Paradise Spaß gemacht hatte, war mein Ärger über Hot Pursuit (3) nicht so groß gewesen. Das Spiel hat mir bis zu einem bestimmten Punkt unheimlich Spaß gemacht. Ich komme gleich dazu welcher Punkt das ist. Viele hatten die Nähe zu Burnout bemängelt und das man die Autos nicht mehr tunen konnte. Das Tunen wiederum war für mich z.B. ein Kritikpunkt weswegen ich die beiden Underground-Teile nicht mehr mochte und schon als Vorboten des Niedergangs der Serie gesehen hatte. Wobei ich schon bemerkt habe, das besonders mit den Teilen die Verkaufszahlen hochgeschossen waren. Es gibt immer noch eine sehr große Fangemeinde der NFS-Tuner, wie ich sie nenne, die wahrscheinlich größer ist als die Fraktion der alten Garde, wie ich, die auf diese Bastelasientenplastigautorennen ab NFS U keinen Bock mehr hatten.

Okay, NFS MW war vielleicht der beste Teil der neuen NFS-Ära und an diese Ikone hat sich nun Criterion vergriffen. Bei der Presse ist NFS MW (2) wie ich finde noch recht wohlwollend aufgenommen worden. Wenn man dann aber die Kommentare und in den Fanforen liest, wird da ein ganzer anderer Ton angeschlagen. Ich kann zu den Spiel direkt noch nichts sagen. 45 - 50 Euro ist mir einfach zu teuer für ein Upgrade und das dann scheinbar nicht einmal richtig gelungen ist.
Eine Angelegenheit die immer wieder bei den Remakes von HP und MW bemängelt wird ist das ersetzen von Schwierigkeitsgraden durch eine Gummiband-KI. Und genau das hat mich nach ca. 70% durchspielen von HP (3) eben auch extrem gestört. Erst kam ich damit gut zurecht. Teilweise fand ich das es sogar ein tolle Sache war. Schließlich war das ganze Rennen durch immer weiter Action um einen herum gewesen. Wenn man bei Schwierigkeitsgraden früher das Spiel auf leicht gestellt hatte, kam es schon mal vor, das man nach einer Minute die Gegner hinter sich gelassen hatte und sie bis zum Ziel nie wieder gesehen hatte. Anders herum natürlich genauso. Hatte man den Schwierigkeitsgrad für seine Fähigkeiten zu hoch eingestellt, rasten einen die Gegner gleich nach dem Start davon. Aber man konnte immer selbst entscheiden. Das geht nun nicht mehr. Egal wie schnell und geschickt man fährt. Egal ob die Gegner in eine Massenkrambolage verwickelt wurden. Egal ob die Cops nur einfache Sedans fahren. Sie holen einen immer ein! Man hat keine Chance. Ich kann die letzen Missionen von HP (3) nicht spielen, weil ich einfach keine Chance mehr habe die Missionen davor zu gewinnen. Ich spiele nun schon seit gut 2 Jahren an dem Spiel und ich schaffe es nicht. Jeder kleinste Fehler wird mit den letzten Platz bestraft. Ich schaffe nicht einmal den dritten Platz. Und im Hot Purcuit-Modus bringen mich die Cops immer zur Strecke. Immer! Als ob mein Wagen ein Cop-Magnet wäre stürzt sich die KI auf mich. Wenn man selbst als Cop spielt, dann geht es eine genauso. Die KI-Gegner fahren einen davon. Keine Chance.
Ein schweres Spiel kann Spaß machen. Ein unfaires Spiel macht kein Spaß.

EA und eben auch die Presse sagt, ja aber online macht das dann mit menschlichen Gegner richtig Spaß! Ja, super! Dann können sie sich den Singleplayermodus sparen! Nur noch Online und das ganze als Free2payplay zur Verfügung stellen und dann ist gut. Aber nicht Need For Speed auf den Karton bappen und nen miesen Singleplayer mit wahnwitziger KI in die Schachtel tun. Das ist wie Star Wars ohne Lichtschwerter! Es kann doch nicht sein das ich erst online gehen und mir selbst ebenbürtiger Gegner suchen muss um an dem Spiel Spaß zu haben. Außerdem habe ich nicht immer die Gelegenheit überall wo ich auf meinem Laptop spielen will online gehen zu können. Via Handy-Flatrate geht das schon mal nicht.
Ich denke das ich NFS MW (2) genauso wie The Run im Verkaufsregal stehen lassen werde. Das muss mir schon geschenkt werden damit ich mich darauf einlasse.

Montag, 5. November 2012

Was vom Tage übrig blieb oder nach 2 Monaten 3DS XL

Am Anfang ist man ja immer völlig begeistert oder völlig enttäuscht von einem neuen Gadget. Eine Grauzone gibt es zunächst kaum. Anders ist es manchmal bei Geräten bei denen man den unmittelbaren Vorgänger besessen hat. Da vermisst man manchmal gleich am Anfang etwas oder meint das etwas konsequent vom Hersteller weiterentwickelt wurde. Der 3DS XL hatte ja genau genommen zwei direkte Vorgänger: Den "kleinen" 3DS und den DSi XL. Aber dazu hatte ich ausführlicher schon hier und hier geschrieben.
Jetzt nach zwei Monaten ist bei mir eine ganze Menge Begeisterung geblieben, die ich schon am Anfang hatte. Neue negative Punkte sind eigentlich nicht hinzu gekommen. Nicht direkt bei dem Gerät zu mindestens. Immer noch finde ich es eine dumme Entscheidung den Volumenregler wieder als Schieberegler einzusetzen und dann auch noch am Gehäuse links an der Seite. Warum hat man nicht die Volumen-Tasten des DSi XL beibehalten? Das war eine echte Bereicherung gewesen. So komme ich jetzt an dauernd beim Spielen an den Regler und schiebe diesen ungewollt auf volle Lautstärke. Und da geht es wohl nicht nur mir so.

Ja, auch die (bei meinem Gerät zu mindestens) leichte Gelbstichigkeit des oberen Bildschirms fällt mir beim Spielen selten auf, ist aber bei Spielen mit weißen Hintergrund (z.B. 10 SECONDS) und im Hauptmenü des Geräts doch deutlich zu sehen. Ich habe allerdings schon Screenshots gesehen bei denen der Gelbstich viel stärker gewesen scheint zu sein als bei mir. Wo bei das bei einem Photo vielleicht auch eine Frage des Weißabgleichs ist. Das Fehlen des Ladeadapters finde ich auch immer noch ärgerlich. Den Adapter verkaufen sie für knapp 8 Euro. Warum kann der bei einem Gerät für knapp 200 Euro nicht beiliegen? Da hätten sie lieber die SD-Karte und 20 cm "Bedienungsanleitung" weglassen sollen. Eine blöde Entscheidung! Das sie die Ladestation bzw. -Schale weggelassen haben, sei ihnen verziehen, das war ohnehin nur ein Kaufargument für die anfangs völlig überteuerte Erstauflage des 3DS. Dort wurden zwar 20 Downloadspiele nachgeschoben als die Konsole auch preislich der Realität angepasst wurde. Ich frage mich ob sie bei der nächsten Revision des "kleinen" 3DS dann die Ladeschale UND den Ladeadapter auch wegfallen lassen. Ich fand die Ladeschale recht genial. Okay, war zwar nichts mit induktiven Laden, aber immerhin kann man den 3DS dort leicht reinlegen und wieder entnehmen. Deswegen habe ich mich im Zusammenhang mit einem Amazon-Gutschein dazu selbst überredet mir auch so eine für den XL zu zulegen.

Das die Kombi Ladeschale und -Adapter sonst 25 Euro kostet ist eigentlich eine Frechheit! Ich habe jetzt 15 Euro bezahlt und finde das auch noch zu teuer, den die Ladeschale ist richtig billig verarbeitet! Die des kleinen 3DS ist sieht viel wertiger aus und ist es bestimmt auch. Viel besser als das was einen da für den XL geboten wird. Und wenn man mal nachrechnet kostet der Adapter 8 Euro und somit die billige Plastikschale mit zwei kleinen Kontakten und einen Stecker drin 17 Euro!! Das finde ich überteuert.

Aber wie gesagt bin ich sonst mit dem Gerät sehr zufrieden. Das Gehäuse ist spitze, liegt gut in der Hand (besonders bei großen Händen wie meinen) und ist wertig verarbeitet. Da klappert nix (okay, hatte es beim DSi XL auch nicht) und sitzt alles zur Bedienung perfekt an seinen Platz. Mit der Software aus dem eShop bin ich bisher auch sehr zu frieden. So ein paar Sachen will ich demnächst hier mal vorstellen.
Enttäuschend finde ich wirklich NEW SUPER MARIO BROS. 2. Anfangs war ich noch begeistert, aber die wenigen Modi (gegenüber NSMB1) und das man für den Zweispielermodus zwei Karten braucht (bei NSMB1 hatte eine gereicht) ärgern mich doch auf die Dauer. Außerdem sind die Level nicht so motivierend wie noch bei Teil 1, den ich unterdessen auf den 3DS nun öffter und lieber spiele als Teil 2. Schade viele verpasste Chancen.

Aber angenehm überrascht hatte mich die Neuauflage eines anderen alten Bekannten: Tetris!
Der Gameboy war ohne Tetris vor über 20 Jahren gar nicht denkbar gewesen (und wurde ja auch nicht ohne ausgeliefert). Seit dem habe ich mir keine weiteren Inkarnationen des Spiels oder gar des Prinzips mehr groß angesehen. Aber für 3DS Tetris wurden ein paar neue Modi kreiert, die mir wirklich Spaß machen. Grade der Modi FIT macht mir sehr viel Spaß und der 3D-Effekt wird hierbei konsequent eingesetzt. Trotzdem man das natürlich auch ohne 3D speilen kann. 

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Pinball Arcade (V)

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Wieder ist ein Monat um und die Macher von Pinball Arcade haben wieder zwei neue Tische im Programm. Klar zu Halloween muss man natürlich mindestens ein Tisch im Grusel-Thema anbieten. Davon gibt es ja schließlich jede Menge Vorlagen von allen großen Pinball-Automaten-Hersteller. Hatte man bei Pinball Arcade schon im letzten Monat ein Bally-Tisch mit einem Elvira-Thema, so finde ich es schon strategisch merkwürdig das man auch dieses Mal einen Elvira-Tisch hat. Und zwar Bally's Scared Stiff von 1996. Zu gegeben ist dieser Tisch vom Layout ein wenig besser als der vom letzen Monat. Scared Stiff hat die Art von Design das ich eigentlich mag und das einen durch sein Aufbau und die etwas näher zusammen liegenden Flipper auch die Möglichkeit gibt etwas länger selbst mit einer Kugel zu spielen. An einen realen Tisch bedeutet das, das einen für sein Geld auch eben mehr geboten wird als das die Kugeln nur schnell durchrauschen. Es ist eben mehr Spiel drin, als nur Glücksspiel. Aber auch hier wird einen für's Geld mehr geboten.

Man darf ja eigentlich die Geschichte der Pinball-Automaten nicht vergessen. Denn eigentlich waren es ja früher reine Glücksspielautomaten. Genauso eben wie Einarmige Banditen und die Wand-Automaten, die man noch heute in Kneipen und "Spielotheken" findet. Um in den USA den Glücksspiel-Automaten-Verbot zu umgehen wurden in der Mitte des letzten Jahrhunderts nicht nur die Pinball-Automaten umgestaltet das sie keinen Gewinn in Geld auswarfen, sondern eben nur noch Highscores anzeigten, sondern eben auch das Spiel ansich darin betont durch die Komponente die Kugeln wieder zurück aufs Feld zu schießen, sprich die Einführung der Flipper, die der Spieler per Tasten beeinflussen konnte. (Gestrichen weil siehe in den Komentaren!)
Trotzdem blieben  Meiner Meinung nach waren Pinball-Automaten und -Tische lange Zeit trotzdem reine Groschengräber. Das heißt das Spiel bezog seinen Anreiz nicht durch den Spaß den man dabei hat die Kugel lange auf dem Spielfeld zu halten und dort viele Möglichkeiten hat durch Herausforderungen und Aufgaben noch mehr Punkte zu machen, sondern durch den Frustfaktor, weil die Kugeln schnell durchrauschten und man als Spieler neues Geld einwarf, weil man weiterspielen wollte, weil es eben so schnell vorbei war, und nicht weil man eben so viel Spaß am Spiel hatte. Noch in den 70zigern und auch noch Anfang der 80ziger gab es viele solcher Pinball-Automaten, die eine scheinbar viel Spiel boten, weil eben 5 Kugeln pro Münze statt den heute eher üblichen 3 Kugeln angeboten wurden, die aber eher schnell durchrauschten, meist weil die Flipper zu weit aus einander lagen.

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So ein Tisch ist Big Shot von Gottlieb, der diesmal als zweiter Tisch bei Pinball Arcade angeboten wird. Big Shot ist von 1973 (als Ein-Spieler-Version. Die 2-Spieler-Version kam 1974 raus).
Der Tisch ist recht berühmt und auch beliebt gewesen. Ich kenne den Tisch auch aus meiner Kindheit. Ich bin aber nicht sicher ob die Kneipe in meiner Straße Damals wirklich einen originalen Gottlieb-Tisch hatten. Damals gab es auch eine Menge Nachbauten, die dann das Design von bekannten US-Tischen oftmals 1 zu 1 nachbauten. Natürlich war der Tisch rein mechanisch und hatte eben die typischen weit auseinander liegenden Flipper. Keine Ahnung wie viele Groschen ich da reingesteckt hatte. Oftmals hatte ich meinen Dad aus der Kneipe abgeholt und so lange er eben noch nicht fertig war, dürfte ich Flipper spielen. Da mein Dad aber kaum Alkohol trank, sondern es eben Usis war das die Bauarbeiter nach Arbeit noch für ne Stunde in eine Kneipe einzogen, und mein Dad dann eben dort seine Feierabend-Coke trank, war nach ein paar Runden für mich immer Schluss, weil er eben mich nicht viel mehr als eine Mark verspielen ließ. Ein Spiel mit 5 Kugeln kostete Damals meist 30 Pfennig. Aber manchmal haben mir dann seine Kollegen noch ein paar 10 Pfennig Stücke zugesteckt, damit mein Dad noch ein wenig länger blieb.

Big Shot war aber mit seinem Billiard-Thema eben deshalb so beliebt, weil es hier die Aufgabe gab eben alle Ziele in Form von Billiard-Kugeln zu treffen und wenn man die schwarze 8 als letztes traf, dann gab es mehr Punkte. Es war also schon ein Tisch mit zu mindestens ein Ziel. Ich speile den Tisch heute noch gerne, aber wahrscheinlich mehr aus nostalgischen Gefühlen, als das es aus heutiger Sicht ein gut-spielbarer Tisch ist. Der Tisch war übrigens auch bei der Gottlieb Collection für PS2, Xbox und Wii dabei. Ich habe das Spiel für die PS2.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Montag, 1. Oktober 2012

Werde ich langsam zu alt für diese Scheiße?

Die Überschrift ist die Anlehnung an einem Film-Zitat aus LETHAL WEAPON von 1987 (zu der Film-Serie gab es übrigens 1992 ein ganz merkwürdige Versoftung für den Amiga). Der Gedanke kam mir in letzter Zeit aus zwei Gründen.

1. kommen immer mehr Shooter raus, bei denen ich nicht mehr so richtig mithalten kann. Aktuell BORDERLANDS (Teil 1!), das mich zwar anspricht, aber ein wenig überfordert. Aber dazu speziell mal ein ander Mal.

2. selbst Retrogamer sind meist 10 Jahre jünger als ich, wie ich letztens festgestellt hatte.

Ich beginne mal mit Punkt 2. Ich begegne immer öfter Retrogamer die in ihrer Kindheit auf dem NES oder Master System gespielt haben. Und bei denen selbst der 2600er ein angestaubten Charakter in der Kindheit hatte. Ich habe darauf als Jugendlicher gespielt und meine Kindheit ist Videospiel-technisch eher durch Pong geprägt (also dem Ur-Vater Namens Telespiel). Das bringt mich dann auch Punkt 1. Mein erster Shooter war tatsächlich SPACE INVADERS, das ich 1979 an einem Tisch-Automaten in einer Hotellobby in Berlin gespielt hatte. Mein Dad ist den Abend viel Kleingeld losgeworden. Mein erster Shooter vor dem heimischen TV-Bildschirm war dann ca. 1980 auch SPACE INVADERS gewesen. Und natürlich auf einem Atari 2600er (genau genommen Atari VCS). Wir hatten zu erst keinen eigenen besessen. Aber mein Vater hatte sich ein Gerät öfter mal von einem Kollegen geliehen. Trotzdem mein Lieblingsshooter dann ab Oster 1981 MISSLE COMMAND wurde. Ich hatte praktisch die kompletten Osterferien vor dem Fernseher verbracht. Natürlich nicht an den großen Farb-TV im Wohnzimmer, sondern den kleinen SW-TV, den meine Eltern den Sommer über in der Gartenlaube hatten. Aber ob nun in Farbe oder Schwarz/weiß war mir Damals egal gewesen. Hauptsache ich konnte spielen. Nach diversen Pong-Klonen war der 2600er ja ein wahres Grafik- und Soundfeuerwerk gewesen. Das prägt einen. 

Das 1984 erschienen H.E.R.O. spiele ich noch heute mindestens einmal die Woche. Mittlerweile nicht mehr nur am 2600er, den ich schon ab und zu mal wieder anschließe, sondern am PC oder auf einen meiner Androids. Die Faszination hat eben bis heute nicht nachgelassen.
Shooter haben seitdem eine unglaubliche Entwicklung hingelegt. Anders als andere Genres hat sich hier eine echte Evolution ergeben. Also wenn ich zum Beispiel an das Genre Adventure denke und mal die Action-Spin-offs weg lasse, dann hat sich das von mir sehr geliebte Genre seit 1990 nicht sehr verändert. Außer das Grafik und Interface verbessert wurden, gab es doch wenige Innovationen  die sich dann wirklich durchgesetzt hatten bzw. sinnvoll spielbar gewesen sind. So etwas kann man z.B. auch zu den Plattformern sagen. Aber auf keinen Fall zu den Shootern.
Über SPACE INVADERS zu GALAGA, R-TYPE und Konsorten ging es Anfang der 90ziger nicht nur grafisch aufwärts und in die Ego-Ansicht, sondern so langsam wurden auch die Pfade von "Schieß auf alles was sich bewegt" verlassen. 
Natürlich kommen auch noch heute Shooter raus, die das klassische Spieldesign eines Shooters aus den 80/90zigern haben. Aber heute kommt man oft ohne strategisches Denken, gute Übersicht und oftmals auch Teamfähigkeit in einem modernen Shooter keine 2 Meter weit. Eine gute Story mit Twists'n'Turns gibt es oft noch oben drauf. 

Das ist auch alles gut so. Aber mich überfordertet manchmal schon ein wenig. Dann geht mir manchmal der Spielspaß verloren, weil das "Spiel" in "Arbeit" ausartet. Wie gesagt, so empfinde ich das. Das mögen andere in meinem Alter oder gar Ältere bestimmt ganz anders sehen.
Was mir manchmal auch nicht so gefällt sind die Massen an Militär-Shooter. BORDERLANDS hebt sich da deutlich und angenehm hervor. Aber wenn ich manchmal so die Gamestar durchblättere und all die Layouts mit Spielgrafiken, die nun mal heute so wunderbar realistisch aussehen, und Screenshoots sehe, dann habe ich das Gefühl ein Millitlaria-Mag in der Hand zu halten. Die Gamestar kann da nichts dafür. Die testen eben was auf dem Markt kommt. Spielehersteller produzieren Spiele von denen sie meinen das sie auf Grund der vergangen Verkaufscharts gefragt sind. Aber ich frage mich ernsthaft: 
Muss das sein? Müssen Shooter heute so realistisch sein bzw. aussehen? 
SciFi- und Fantasy-Szenarios geben so viel her, da finde ich die Massen an realistischen Millitär-Shootern unnötig. 

Sonntag, 30. September 2012

KeinHalma




Mal wieder hier gewesen.


Pinball Arcade (IV)

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 Und die Macher von Pinball Arcade "machen" weiter. Genug Material gibt es ja. Wobei ich ja schon das letzte Mal erwähnt hatte, das sie sich nicht immer die besten Vorlagen zur Brust genommen haben. Nun mal es auch daran liegen das viele Pinball-Automaten auf eine Film- oder TV-Serien-Lizenz basieren und ich schätze mal das es da vielleicht nicht so einfach oder preisgünstig ist die Rechte an dem Tisch zu bekommen. Ich nehme an das sonst eben nur die Einwilligung von Stern, Gottlieb, Williams usw. bzw. dessen Rechtsinhaber da nicht reicht.
Wobei scheinbar die Rechte an alten Film-Monstern vielleicht schon ausgelaufen sind, den mit Monster Bash und Creature from the black lagoon gab es ja schon zwei Pinball-Umsetzungen auf PA. Und diesen Monat nun eine dritte Umsetzung. Wobei Elvira ja nun kein Monster ist, sondern eine Figur die in den 70zigern und 80zigern in USA eine TV-Show hatte in dem Horror-Filme gezeigt wurden. Elvira war als Moderatorin so beliebt, das es in den späten 80zigern sogar einen Kinofilm gab, der sich um diese Figur drehte.
Den originalen Pinball-Automaten kenne ich nicht, aber deren Nachbildung auf PA spielt sich sehr gut. Der Tisch hat eines dieser Designs das ein längeres spielen mit einer "Münze" zuläßt ohne das man an den Tisch schon Profi geworden sein muss. So macht der Tisch von vorn herein Spaß ohne zu hohen Frustfaktor. Trotzdem ich weiterhin meine das die einzelnen Tische mit knapp 3 Euro zu teuer sind, kann ich diesen sowohl den geneigten Pinball-Fan als auch den Gelegenheitsspieler empfehlen. 
Der zweite Tisch für den Monat Oktober ist No Good Gofers, der auch ganz nett und spielbar designed ist. Auch hier kenne ich das Original nicht. Zumindestens ist der Tisch schon so gut, das es sich lohnt beide Tisch im etwa "günstigeren" Pack zu kaufen.

Wobei ich ja mal wieder den Hinweis geben will, das wenn man nicht gerade Unterwegs spielen will und einen Windows-Rechner hat, das es da immer noch die kostenlose Variante Future Pinball gibt!
Die Bibliothek auf Pin Sim Db beläuft sich unter dessen auf 1052 Tische! (Stand 30.09.2012)
Hier findet man nicht nur jede Menge Klassiker, sondern auch fantastische Eigenkreationen. 
Also da sollte sich für jeden Geschmack etwas finden.

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Samstag, 22. September 2012

Borderlands 2 - Klo

Gleich nach den ersten Metern findet sich schon dieses ganz wunderschöne Kleinod:

Borderlands 2

Ich freute mich drauf, schrieb ich letztens. Weil ich hoffte, dass es einfach weiter gehen können würde, nachdem ich Borderlands zuende und danach auch die hübschen DLCs durchgespielt hatte. Gestern war es endlich soweit, ich bin wieder nach Pandora zurückgekehrt.


Und es ist ein schönes Willkommen. Alles, was an Borderlands großartig war ist auch hier wieder da: Die grandiose Atmosphäre, die durch stimmiges Comicdesign, Musik, Humor und viele andere, selbst kleinste Details erzeugt wird. Das perfekte Waffenhandling, die nicht zu schlauen Gegner, die richtige Mischung aus einfachen und schweren Passagen... ein Wohlfühlspiel wie aus dem Lehrbuch.

Verbessert hat sich schon in den ersten zehn Level-Ups die Abwechslung. Wo Borderlands durchaus am Anfang seine Längen hatte und sich die sehr hohe Qualität erst nach dem ersten Drittel richtig zeigte hat man hier dort weitergemacht, wo man im letzten Spiel aufgehört hatte, was mich sehr gespannt darauf macht, wie es wohl erst werden wird, wenn ich in die höheren Level ranken werde.

Sehr toll auch, dass man erfährt, wie die Geschichte nach dem ersten Spiel weiterging: Mein alter Charakter ist nun der Chef der Widerstandsbewegung gegen Hyperion, der ich mich zunächst anschließe. Allerdings hoffe ich, dass sich die Story nicht darauf beschränken wird, am Ende den Bösewicht "Handsome Jack" zu töten und sich für die eigene Spielfigur auch noch eine persönlichere Geschichte entwickeln wird. Auch wenn ich mich momentan noch freue, dass in Sanctuary fast alle wichtigen Figuren des ersten Spiels zusammengekommen sind.


Was ich erstaunlich finde ist, dass das Spiel wesentlich flüssiger läuft und weniger Hänger und Ruckler hat hat der immerhin über drei Jahre alte Vorgänger - ich nehme an, man hat einen besseren Weg gefunden, mit der immensen Größe der Spielfläche zurechtzukommen. Allerdings ist Borderlands 2 technisch auch nicht wesentlich weitergekommen. Was mir aber nichts ausmacht: Die Comic-Grafik und die Benutzeroberflächen sind extrem hübsch und man hat sich offensichtlich lieber eine irrsinnige Mühe gemacht, alles was man schon gut kannte noch zugänglicher und handhabbarer zu machen anstatt irgendwelche großen Sprünge zu riskieren.

Und weil Roland letztens schon meinte, es gäbe irgendwie keine Klos mehr in Spielen: Hier gibt es jede Menge davon, denn die "Boxen", in denen sich besonders gute Loots verbergen sind Dixi-Klos und beim öffnen läuft auch immer erst irgendwas sehr ekliges aus der Schüssel über. Insoweit alles richtig gemacht - und ich bin jetzt wieder weg, weiterspielen.


Montag, 17. September 2012

Pinball Arcade (III)

PA creature

PINBALL ARCADE gibt es nun mittlerweile für viele Plattformen. Weiterhin monatlich kommen zwei neue Tische heraus. Die Qualität hat allerdings ein wenig nachgelassen. Die eigentliche Spielmechanik funktionier natürlich weiterhin sehr gut, aber die Auswahl der Tische bzw. dessen Qualität lassen doch ein wenig zu wünschen übrig. Ist noch der Tisch MONSTER BASH zu meinem Lieblingstisch auf PA geworden so waren die Tische aus August und September nicht mehr so berauschend. Bei allen vier Tischen habe ich auch nie die Originale gespielt.

PA black knight

Im August gab es einmal CREATURE FROM THE BLACK LAGOON, das zwar sehr gut ausschaut und gute Effekte hat, sich aber ein bisschen merkwürdig spielt. So rauschen die Kugeln ziemlich schnell und oft buchstäblich durch die Mitte. Das ist einer der Tische, die zwischen den Hauptflippern einen recht großen Abstand haben. Das ist bestimmt Toll für den Hersteller bei den Originaltischen, denn der Spieler ist ständig dabei neue Münzen nachzuwerfen, hemmt aber erheblich den Spielfluss. Gerade bei Video Pinball liegt die Motivation in der Spieltiefe, soll heißen das man als Spieler auch die Möglichkeit erhält die Kugeln lange im Spiel zu lassen und Punkte machen zu können. Das ist hier kaum möglich. Und ich bin nun bei leibe kein ungeübter Pinballspieler.

Der zweite Tisch ist BLACK KNIGHT. Ein eher klassischer Tisch. Der zwar für Kurzweile sorgt, aber schnell langweilig wird. es gibt einfach zu wenig Challenges und Kombo-Möglichkeiten. Ist also auch nicht unbedingt als PA-Versoftung sein Geld wert.

PA Taxi

Für Monat September gab es zwei neue Tische mit denen ich mich bisher auch nicht so anfreunden konnte. Aber ich habe beide Tische auch noch nicht so oft gespielt und will mir daher kein abschließendes Urteil bilden. Sowohl TAXI als auch HARLEY DAVIDSON spielen sich ganz nett und haben ein durchschnittliches Tischdesign. TAXI erinnert mich an BIG RACE USA aus der PRO PINBALL-Serie. Vielleicht war der Tisch TAXI aus dem Jahre 1988 ja das Vorbild für BRUSA aus dem Jahr 1998? Wer weiß. Ich finde das sich hier die Anschaffung eher lohnt. Aber auch nur für Pinball-Fans. Denn wo ich das Pack mit MONSTER BASH noch jeden Gamer ans Herz legen kann, finde ich das September-Pack doch eher an die Video-Pinball-Spielfans richtet, die ohnehin jedes Pinball-Spiel haben müssen.

PA Harley Davidson

Trotz allem bin ich gespannt wie es weitergeht und hoffe auf weitere Umsetzungen, die dann vielleicht etwas besser ausgesucht sind. Als Vertreter der klassischen Pinball-Tische hoffe ich ja immer noch auf den METEOR-Tisch von Stern.

Donnerstag, 13. September 2012

The Making of Imagics ATLANTIS (VCS 2600)



Sehenswertes altes Making of zu Imagics klassischen Hit für den 2600er ATLANTIS.
Die zwei Teile lohnen sich wirklich mal anzuschauen. Interessant ist die hier angesprochene Rivalität mit Activision. Die Docu ist von 1983! Imagic war das erste Softwarehaus nach dem Videogame-Crash das aus finanziellen Gründen schließen musste. Die Spiele Rechte wurden an.. na? Activision verkauft, die die Rechte noch heute haben. Denn ATLANTIS, COSMIC ARK und DEMON ATTACK findet man auch aktuell in der Android/iOS-Spielesammlung von Activision wieder.

Aufmerksam wurde ich auf die Doku durch Scorpius aktuelle Retro Snippets:


Mittwoch, 12. September 2012

Wie Phönix aus der Asche

Phoenix1
Ich bin ja sonst nicht so ein Extrem-Sammler. Dinge die ich von Früher habe, die habe ich ich eben und hege und pflege sie. Aber das ich jetzt irgend welche alten Exponate via Ebay und Co. ersteigere ist bei mir eher selten. Und wenn dann geht es um meinen persönliche Wert und nicht darum welcher Preis in irgendwelchen Sammlerkatalogen oder -listen steht. Klar hätte ich gerne einen dieser seltenen "tragbaren C64er". Das Wäre eine tolle Sache. Aber ich gebe nicht den Preis für so ein noch funktionstüchtige Gerät aus. So habe ich auch nur eine Atari 2600er Konsole. Eben die die ich im Jahr 1983 (Darth Vader) gekauft habe und die eben noch heute komplett ist (ja auch der Karton. Aber das ist eher einen Zufall zu verdanken als das ich ihn absichtlich aufgehoben hätte). Z.B. haben meine 2600er Spiele auch keine Kartons mehr. Einige Spiele hatte ich schon in den 80zigern gebraucht und ohne Karton oder Anleitung gekauft. Allerdings eben nicht alle und insofern ist es schon schade, das diese Kartons und Anleitungen bei irgend einen Umzug auf der Strecke geblieben sind.

Nun bin ich nicht wirklich in den Midlife-Crises. Also die Phase in dem manche Männer sich jüngere Geliebte nehmen oder sich Cabrios kaufen. Gamer in meinem Alter kaufen sich dann eher andere Dinge. Wie z.B. 2600er Spiele noch originalverschweißt!
Ja, PHOENIX aus dem Jahr 1982!

Phoenix2
Erstens ist das ein Spiel das ich früher nicht besessen hatte. Es war einer meiner Lieblingsautomaten gewesen. Ich hatte es immer wieder von einem Freund ausgeliehen. Aber ich hatte es nie gekauft. Nun 30 Jahre später habe ich es getan. Es ist ein unglaubliches Gefühl ein 30 Jahre altes Atrai-Spiel in der Hand zu halten, das noch verschweißt ist. So als hätte man eine Zeitreise in die Vergangenheit gemacht. Als wäre man eben aus der U-Bahn gestiegen, mit der man zum Videospielladen nach Tempelhof gefahren war, bei dem man das Spiel gerade gekauft hätte.
Ein unglaublich tolles Gefühl! Da wird selbst der eigene silberne Meriva mit dem man das Spiel von der Packstation abgeholt hat zum Delorean. Und Doc sagt zu einen "Okay, nun hast du das Spiel, Marty. Und jetzt schicke ich dich wieder zurück in die Zukunft!"


2600er 1984

Das Photo ist aus dem Jahr 1984 (ja, auch wenn auf dem Heftstapel eine Electronic Games Ausgabe aus dem Jahr 1983 liegt). Denn hier hatte ich schon H.E.R.O., das ja nun erst 1984 auf den Markt kam. Daneben stehen MOON PATROL, JOUST und POLE POSITION.

Tja, ich werde PHOENIX natürlich nicht auspacken. Wie könnte ich so etwas tun? Ja, vielleicht ist das Spiel ja gar nicht drin!? Vielleicht hat der Atari-Vertrieb damals das falsche Spiel in die Verpackung gelegt!?! das werde ich wohl nie erfahren. Das ist wie bei Schrödingers Katze. Beides ist möglich.

Asphalt Cowboys


Die Asphalt-Serie von Gameloft ist auf den mobilen Sektor so etwas wie Need For Speed auf PC und Heimkonsole. Ja, NFS gibt es auch für verschieden mobile Plattformen, aber ich finde das die Spiele immer wieder den Asphalt-Teilen hinterher hinken oder eben nicht so gut auf den mobilen Plattformen funktionieren. So geht es mir auf jeden Fall seit dem GBA-Spielen, über den diversen DS-Umsetzungen und eben auch mit den 3DS- und Android-/iOS-Spielen. Die Asphalt-Spiele haben mir da seit ASPHALT: URBAN GT für den DS (2004) viel besser gefallen. Was vielleicht auch daran liegt, das die Serie eben schon gleich für mobile Plattformen programmiert wurde (A:UG ursprünglich für Nokias N-GAGE) und die NFS-Spiele eben meist Portierungen waren. Vielleicht mit Ausnahme von NFS-Nitro, das ursprünglich für die Wii geschrieben und für den DS eine eigenständige Version bekam, die dort auch gut funktionierte, aber wiederum ein tick schlechter war als das ebenfalls im gleichen Jahr erschienene ASPHALT 4.

Man muss allerdings auch sagen, das Gameloft seine Asphalt-Spiele immer sehr "langsam" weiterentwickeln lässt. Soll heißen, das es von Version zu Version nur sehr wenige Änderungen gibt. Meist werden sie Spiele nur an die Plattformen angepasst. So hat z.B. ASPHALT 7: HEAT zwar 15 Strecken, aber davon sind schon 10 bekannte Strecken dabei, die man von den Vorgängern kennt. Ich kann das Spiel allerdings nicht mit seinen direkten Vorgänger ASPHALT 6 vergleichen da dieses Spiel nicht auf meinem Tab 7.0Nplus als auch meinem Milestone 2 nicht starten wollte. So kann ich das Spiel nur mit ASPHALT 5, das bei mir zwar nur auf dem Milestone 2 läuft und mit dem, sagen wir mal, 3DS-Spin-Off ASPHALT 3D, über den ich hier mal  geschrieben habe, vergleichen.

A7 ist also das erste Spiel der Serie das auf meinem Android 3.2-Tab läuft. Das Spiel belegt zwar 1.3 gb, die auch erst einmal runtergeladen werden müssen, aber man sieht gleich beim Start woher die Menge an Daten rührt: Das Spiel sieht umwerfend auf dem Tab aus. Eine schönere und flüssigere Grafik habe ich auf dem Tab noch nicht gesehen. NFS-HP kann da definitiv einpacken. So eine Grafik bin ich selbst auf dem PC erst ein paar Jahre gewöhnt. Vielleicht vergleichbar mit BURNOUT PARADISE. Klar gibt es auf dem Tab keine Kantenglättung, aber eben auf den 3DS auch nicht. Und wenn ich da den 3D-Effekt ausschalte, das sieht A3D auf jeden Fall schlechter aus als A7. Das gleiche gilt für A5.
So, schick aussehen und viele Strecken haben ist ja eine Sache, aber bei einem Racer ist natürlich auch die Steuerung am wichtigsten. Funzt diese nicht, nutzt die schönste Grafik nichts.

Natürlich hat das 3DS-Spiel den Vorteil das man am Gerät eine physische Steuerung hat. Man kann über den 3DS sagen was man will, aber der Analogstick/-pad ist gerade für Racer super geeignet. Das hat Nintendo gut von der PSP geklaut. Aber besser gut geklaut als mies neu erfunden. Schon bei A5 konnte man die Wagen per Tippen und Wischen auf dem Screen oder per Senken und Neigen des Geräts (auch tilten genannten) steuern. Beides hatte schon bei A5 gut funktioniert. Auch  bei A7 funktioniert das gut. Wobei die Tilt-Steuerung hier nicht besser als bei A5 funktioniert, weil die Steuerung verbessert wurde, sondern weil die Strecken auf die Steuerung besser abgestimmt sind. Es gibt kaum enge Kurven, die man mit der Tilt-Steuerung selbst mit Driften (einfach den Bildschirm anstelle von bremsen antippen) nicht schaffen würde bzw. bei A5 sehr schwer zu schaffen sind. Und man geht bei A7 sehr großzügig mit dem crashen gegen Objekte und Banden um. So das man kaum verlangsamt wird oder einen Totalschaden erst nach vielen heftigen Crashs hat. So macht die Tilt-Steuerung hier viel Spaß und man muss nicht wie bei A5 auf die Touchsteuerung zurückgreifen um dann auch mal den ersten Platz belegen zu können.

In den Bewertungen im App-Shop beklagen viele das die Tilt-Steuerung nicht richtig bei ihren Geräten funzt. Der Wagen soll mitten in der Fahrt ohne Zutuhen nach links ausbrechen. Diesen Effekt konnte ich bei mir nicht feststellen. Und ich spiele das Spiel nun schon seit ein paar Wochen.
Sonst bietet das Spiel allerdings nicht viel Neues. Freie Rennen und einen Karriere-Modus bei dem man Autos und Strecken freischalten kann. 5 neue Strecken und bei den Wagen sind Klassiker wie der Delorean (sent you right back to the future!) und den Countach, den ich persönlich seit NFS4 nicht mehr in einem Rennspiel gesehen habe (wenn dann nur als Fan-Mod). Also wenn man eines der Vorgänger besitzt muss man A7 nicht unbedingt haben. Wobei die Anschaffung mit 79 cent nicht gerade teuer ist! Aber man muss schon 1,3 gb auf seinem Gerät frei haben.

Was mich ein wenig ärgert ist nun die etwas nervige Einbindung von Farcebook. Denn nach jeden Rennen bekommt man einen Button um die Ohren gehauen ob man denn sein tolles Ergebnis nicht mit seinen Facebookfreunden teilen will. Das kann man nicht ausschalten! Das nervt. Man kann seine Streckenrecorde auf via Gamelofts Ashalt Tracker mit anderen vergleichen. Und was ich gut finde Mehrspieler muss ich nicht via Inet und Gameloft-Server spielen, sondern es geht auch via WiFi.
Als Racer-Fan kommt man um das Spiel nicht rum. Wenn man noch gar keinen Racer auf dem Android oder iWasauchimmer hat, dann lohnen sich die 79 cent auf jeden Fall. Man muss ja den Karriere-Modus nicht fahren. Für ein schnelles Rennen zwischendurch ist das Spiel auch geeignet.
Ein Actionracer wie es im Buche steht.

Dienstag, 11. September 2012

Auf der Straße spielen.

Wenn der Sommerurlaub schon vorbei ist, die Ferne mich schon wieder ruft und ich gefrustet mit dem Vehikel Internet meine ewige Reiselust stillen will, erfreuen mich solche Artiel besonders. Heute fand ich etwas, was mein Fernweh und meinen Spieltrieb gleichzeitig anspricht. Nicht viel Worte, direkt hierher (ZEIT ONLINE) und begeistert sein.

Street Games: Straßenspiele können verbinden und entwaffnen.

Freitag, 7. September 2012

Was geht mit Essen?

In letzter Zeit fallen mir nur noch Computergames in die Hände, in denen es einfach keinen Klo geben will. Man steht vor verschlossener Tür und alles trampeln hilft da nicht.
Geht man eben zurück in die Kneipe und macht es wie überall auf der Welt. Wir fotografieren/instagrammen das Essen, die Drinks und die Bar.
Bei Nico ist Schmalhans mal wieder Küchenchef.

Mittwoch, 5. September 2012

Beatboy



Nachdem ich nun auf dem 3DS XL wegen des größeren Bildschirms ein nicht mehr nach 10 Minuten Schielen kotzen muss besseres Verhältnis zu den 3D-Effekten habe, spiele ich nun doch mal verstärkt im 3D-Modus. So geht nun auch ASPHALT 3D mit Tiefenwirkung optisch "besser von der Hand". Die merkwürdigen Effekte die sich bei dem kleinen 3DS bei mir eingestellt hatten, fallen auf den größeren Bildschirm nicht so auf. MARIO KART geht mir hier auf dem XL auch leichter von der Hand und im Gegensatz zu NEW SUPER MARIO BROS. 2 kann man ja MARIO KART für den 3DS via Download-Spiel zu Zweit spielen ohne das man ein zweites Modul braucht.
Jetzt konnte ich auch ein wenig üben und wurde trotzdem von der Little Miss Gamer vernichtend geschlagen kann jetzt ganz gut mit meiner Tochter mithalten. MARIO KART für den DS hatten wir nicht. Nur für die Wii. Ich muss aber sagen das ich am 3DS lieber zu zweit Spiele als an der Wii. Den geteilten Bildschirm finde ich einfach zu irritierend und auf dem 3DS kann man sich einfach besser auf sein eigenes Rennen konzentrieren ohne das unbewusste Bedürfnis zu haben auf den Gegner zu schielen.

Aber ich habe mir nun auch ein paar neue Spiele zu gelegt. So wohl auf Cardrige als auch als Download. Hierzu werde ich vielleicht mal im einzelnen berichten. Das einzige was ich nur mal so kurz erwähnen will ist DEAD OR ALIVE DIMENSIONS. Das Spiel wird einen nun für unter 20 Euro nachgeschmissen. Vielleicht ist es ja nicht so gut als Beat'N'Up. Ich habe von dem Genre ja überhaupt keine Ahnung. Und auch sonst kein Interesse. Das Spiel war bei mir bei einem 3er Bundle dabei und ich hatte mir noch so gedacht, egal wie es ist, es gibt ja noch eBay. Aber ich wurde dann doch fast angenehm überrascht. Ich bin zwar weiterhin kein Fan von dem Genre, aber DOAD geht doch überraschend leicht von der Hand. Das letzte mal das ich selbst ein Beat'N'Up besessen hatte war STREET FIGHTER II für den Amiga. Seitdem habe ich ca. 10 Minuten mal bei einem Freund irgendein Teil von MORTAL KOMBAT auf dem Mega Drive und vielleicht nochmals 10 Minuten irgend wo eine andere Serie auf dem Dreamcast gespielt. Das sind meine ganzen Erfahrungen mit Beat'n'Ups. Daher kann ich nicht beurteilen ob DOAD nun ein guter Vertreter seiner Gattung ist oder nicht. Für mich als Anfänger hatte ich bei dem Spiel jedenfalls einen leichten Einstieg. Die Steuerung via Analogpad und Tasten ist trotz aller Kombinationsmöglichkeiten recht übersichtlich und geht leicht von der Hand. Im Arcade Modus bin ich über leicht bis normal gut zurecht gekommen ohne ein Prügelspiel-Experte zu sein. Die Animationen sind weich und geschmeidig so das man schon das Gefühl hat einen Martial Arts Film zu gucken. Die dritte Dimension ist hier kein Spielelement (wie so bei vielen Spielen für den 3DS bisher) sondern nur ein netter Effekt. Zum Beispiel wenn man sich im Fotomodus die "Fähigkeiten" der weiblichen Kämpfer genauer anschauen möchte bei den schön animierten Hintergründen wie Lava, Wasserfälle oder Bäumen mit Kirschblüten.

Freitag, 31. August 2012

Activision Anthology jetzt für's Smarty oder Tablet


War das Atari-App vor ein paar Monaten für iOS und Android mehr was für Extrem-Nostalgiker gewesen, weil es mit 10 $ nicht nur zu teuer war, sondern sich auch noch schlecht steuern ließ, so wurde bei dem Activision Anthology App für beide Betriebssysteme fast alles richtig gemacht. 45 Atari-2600er-Spiele von Activsion werden hier zu einzelnen Paketen angeboten oder alle 45 auf einmal. Einzelne Spiele können nicht gekauft werden. Ich weiß nicht wie die iOS-Preise sind , aber bei Android sind die  Paketpreise zu 2 Euro angeboten. Aber ich habe als alter Activision-Fan  das komplette Paket zu knapp 6 Euro genommen. 
Sein wir mal ehrlich: Die besten 2600er Spiele kamen sowie so von Activision! H.E.R.O., Pitfall I und II, River Raid I und II, Bomberman (das hier als Gratisspiel angeboten wird), Demon Attack usw. usf. 
Das ganze ist hier in einen wundervoll nostalgischen Benutzermenü angeboten, in dem man sich auch wie beim Atari-App die Verkaufsverpackungen und Cardriges in einem Showroom anschauen kann. Steuerungsmöglichkeiten werden hier gleich 3 angeboten: Klassisch per Touch D-Pad und -Feuerknopf auf dem Bildschirm (wahlweise sicht- oder unsichtbar), per Wischen und Tippen oder eben auch per Bewegungssensoren des Smartys oder Tablets. Nun ist hier gegen über der miesen Steuerung beim Atari-App (das wohl mehr für Masochisten von Sadisten entworfen worden war) die Steuerungen wirklich super gelungen. Man muss und kann  die Steuerungen  für jedes Spiel individuell einstellen. So funzen einige Spiele besser mit den Bewegungssensoren (Rennspiele z.B.), andere besser mit dem direkten Steuern per Fingerwischen (Demon Attack oder Bomberan) oder eben wieder andere per Touch D-Pad und -Feuerknopf (H.E.R.O.). Das muss man selbst testen was bei einen am besten geht. Da kann auf einen kleineren Smarty-Display unter 4-Zoll schon etwas fummlig mit dem Touch-D-Pad werden, wie bei mir auf dem Milestone 2 (leider werden keine Hardware-Tasten wie meine Milestone-Tastatur nicht unterstützt), aber funzt ganz prima bei größeren Displays, wie z.B. bei meinem 7-Zoll-Tablet. Schön finde ich, das hier Highscores gespeichert werden. Ein Luxus den man bei den Originalen ohne Speichermodul-Zubehör (ja sowas gab es für teueres Geld aus Usa... aber das wäre mal eine andere Geschichte) nicht hatte.

Als Atari-Retrogamer muss man da zuschlagen wenn man ein Android oder iOS hat!

Montag, 27. August 2012

Broken Sword 5!

Nachlese: Retrogamer

Nein, ich bin noch nicht durch. Was nicht? Ist doch nur ne Zeitschrift! Eben nicht! Eigentlich ist es fasst schon ein Buch. Manche Bücher zu dem Thema haben auch nicht mehr als 260 Seiten. Und da es hier nur 3 (in Worten drei) Seiten Werbung im ganzen Heft gibt, ist es wirklich eher wie ein Buch im Großformat.
Ich bin jetzt halb durch und voll auf begeistert. Bisher gab es nicht einen Artikel der mich nicht interessiert hätte. Ob nun die ausführliche ColecoVision-Story oder den MSX-Gaming Comuter(fast)Standart. Stories zu legendären Entwicklern wie Dynamics und DMA. Alles unterlegt mit jede Menge Interviews mit den Machern von Damals und Infos über sie was sie heute machen. Das wirklich alles in Hülle und Fülle,  so das der Preis mehr als gerechtfertigt ist.

Ich hoffe wirklich das dies kein einmaliges Sonderheft bleibt. Wenn es weitergeht, dann werden es vielleicht nicht immer 260 Seiten sein bzw. wohl mit mehr Werbung durchsetzt werden. Nur über den Preis kann sich kein Printmedium finanzieren.
Also deutsprachige Retrogamer: Kauft das Heft!
Und sei es nur darum weil auf den Cover coolerweise mal nicht NEU sondern ALT steht!

Sonntag, 26. August 2012

Unnütze Hardware

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Pixelkitsch hat mich da heute auf eine Idee gebracht. In seiner Rubrik UNNÜTZE HARDWARE stellte er eine vielleicht eher unnütze Hardware für den klassischen Gameboy vor:
Den BOOSTER von Saitek. Er hat auch ein tolles Video dazu gemacht. Also ruhig mal den Link folgen!
Ich kannte das Teil bisher gar nicht. Ist mir Damals echt nicht über den Weg gelaufen. Ich kannte nur den hier oben abgebildeten Handy Boy. Wobei der Booster aus dem Gameboy ja lieber einen kleinen Arcade-Automaten machen wollte und der Handy Boy trotzdem noch dazu geeignet war in der Hand gehalten zu werden. Für unterwegs war das ganze dann allerdings nichts. Dafür war die Konstruktion doch zu klobig.


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Aber auch hier wurde einen ein Licht nebst Vergrößerungslupe geboten. Außerdem ein paar Stereo-Lautsprecher und ein Arcade-mäßiges Bedienfeld. Wobei der klobige Aufsatz eher hinderlich war, als das es das spielen erleichterte. Es hat ein hübsches Eigengewicht und die Lupe aus Plastik hatte zwar das Bild vergrößert, aber auch ein wenig verzerrt. Aber man konnte das Licht, das von der Seite im Handy-Boy-Gehäuse innen angebracht war, auch ohne die Lupe benutzen.
Auch das Bedienfeld war nicht schlecht. Dieses konnte man auch alleine aufklinken und war somit auch für unterwegs geeignet.


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Der Joystick funktionierte bei dieser Konstruktion sehr gut und präzise, meiner Meinung nach. Und die beiden Button war leicht schräg zu einander angeordnet, so das man gut zwischen den Beiden hin und her "gleiten" konnte. Also das hatte ich bei einigen Spielen wie R-TYPE ganz gerne benutzt.
Also vielleicht doch nicht eine völlig unnutze Hardware. Aber handlich war der Handy Boy ansich nun wirklich nicht!

Freitag, 24. August 2012

Das Spiel beginnt - Eine kleine Zeitreise ins Jahr 1983

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Bis 1983 als ich mir meine erste eigene Spielkonsole gekauft hatte, war ich nie auf die Idee gekommen mir eine Videospiel-Zeitschrift zu kaufen. Ich lass als VC-20-Besitzer die P.M. und ab und zu mal ein Heft CHIP. Im Oktober 1983 kaufte ich mir also meinen 2600er und musste mich natürlich erst einmal über aktuelle Spiele informieren. Im Zeitschriftenhandel fand ich dazu die Telematch, die es seit Dezember 1982 gab und eine deutsche Schwester der britischen Electronic Games war. Einen Kumpel hat ich mal in der in einer EG geblättert, aber so richtig hatten mich Games für die britischen Computer, über die dort natürlich hauptsächlich berichtet wurde, nicht interessiert. Ohnehin war mein selbst zusammen gebastelter VC-20 nie so ganz funktionsfähig gewesen, so das an spielen auf dem Teil nicht zu denken gewesen war.
Wer mehr über die Geschichte der Telematch erfahren möchte, den kann ich nur diesen Artikel auf videospielgeschichte.de empfehlen!  

Wo ich heute ein wenig kränklich auf dem Sofa zubringen musste und eher fast lustlos durch die Retro Gamer blätterte, juckte es mich plötzlich mal wieder in meiner ersten Videospiel-Zeitschrift zu blättern. Also ab in die Untiefen meines Archives und die Ausgabe Nr. 6 1983 herausgefischt.
Und was wurde so 1983 im Oktober berichtet? Gleich im Editorial wurde von der Berliner Funkaustellung 1983 berichtet und wie enttäuscht man über die wenige Präsenz von Videospiel-Herstellern gewesen ist. Also ich war auch auf dieser Ausstellung gewesen und habe das vielleicht mit anderen Augen gesehen. Überall in den Hallen hatte man auf den Bildschirmen Videospiele gesehen und mein Dad musste mich immer von den Ständen und Joysticks wegreissen, damit wir mal voran kamen. Auf dieser Funkaustellung war ich genau am ersten September-Wochenende gewesen nach dem ich am Montag meine Ausbildung beginnen dürfte. 

Die Telematch-Ausgabe hatte 82 Seiten gehabt. Davon war allerdings mindestens jede zweite Seite Werbeanzeigen und das meist ganzseitig. Das war also schon früher so. Auf der Seite 10 findet man Charts, die aus Leserzuschriften ermittelt wurden. Wie viele Leser daran teilgenommen haben, geht daraus nicht hervor. Unter den Top-10 an Heimvideospielen kommen nur zwei Coleco Spiele vor, der Rest sind Spiele von bzw. für Atari: Zaxxon, immerhin auf Platz Nummer 1, und Smurf, auf Platz 8. Der Rest ließt sich wie das who is who der Atari-2600er-Geschichte, den es sind alles Titel, die man heute noch kennt oder gar noch spielt: River Raid, Vanguard, Phönix, Pitfall!, Donkey Kong (erstaunlicherweise die 2600er Version), Centipede, Frogger und Miner 2049. Bei den Automaten-Charts führte Pole Position vor Donkey Kong und Moon Patrol, mein persönlicher All-Time-Favourite, den ich noch heute unter MAME mindestens einmal die Woche am Rechner, Tablet oder Smarty spiele. Bei den Computerspielen führte Zaxxon (für den TI99) vor Defender (Atari 400/800) und Centipede (Atari 400/800). Erst an vierter Stelle kommt ein VC-20-Spiel: Gorf, das auch das einzige in den Charts ist. Sogar eine Video-Minispiel-Auflistung gab es. Also hiermit waren die LCD-Spiele gemeint, mit der sich Nintendo vor den NES und Gameboy einen Namen in der Spieleindustrie gemacht hatte. So verwundert es auch nicht das sich 6 Nindendo Game&Watch-Spiele in den Charts befinden, die von (na was wohl) Donkey Kong und Donkey Kong Jr. angeführt wurden. Auf Platz 6 war Oil Panic, das einzige LCD-Spiel das ich je besessen habe und das ich gegen einen coolen Taschenrechner von Casio mit drei Minispielen eingetauscht hatte.

In den News auf Seite 11 wurde von der deutschen Centipede-Meisterschaft unter den Funkturm im Rahmen der Funkaustellung berichtet. Ab Seite 12 gab es einen System-Vergleich zwischen 2600er, Coleco Vision, HMG 2650 TVG 2000 (von dem ich bis dahin noch nie was gehört hatte unnd danach auch nie wieder), Intellivision (die einzige und eben erste 16-Bit-Konsole im Feld), G 7000 und Vectrex. Ein Gewinner geht aus den Bericht nicht hervor. Auf Seite 14 folgt ein interessantes Interview mit Rob Fulop, der Spiele wie Night Driver und Demon Attack geschrieben hat. Also eigentlich ein ganz Großer seiner Zeit! Ab Seite 18 wurde über die Filme Krull und Wargames berichtet. Zu Wargames gab es ein Preisrätsel bei dem man das Heyne-Taschenbuch zum Film gewinnen konnte!

Auf Seite 23 dann der erste Spiele Test: Enduro von Activision für die 2600er. Immerhin ein fast ganzseitiger Test. Also zwei von drei Textspalten und mit Topnoten, aber ohne Screenshots. Danach folgen Tests für Arcade-Umsetzungen auf der 2600er Konsole wie Pole Position, das hier eine 100% Bewertung bekommt. Was mit heutigen Bewertungsverständnis wie bei der Gamestar gar nicht mehr möglich ist. Bei der Telematch gab es für Grafik, Sound, Action und Spielwitz praktisch Schulnoten von 1 bis 6, bei dem Pole Position einen glatte 1,0 als Durchschnitt bekam. Und weiterhin keine Screenshots. Ist das eine Spielezeitschrift oder nicht, fragt man sich dann vielleicht. Für die mir unbekannte Konsole HMG 2650 / TVG 2000 wurden drei Spiele getestet, die klingende Namen wie Pleiades, Turtles und The End haben und Pac-Man und Space Invaders Klone waren. Auf Seite 32 werden Imagic-Spiele für die Atari-Konsole getestet, die mir heute auch nichts mehr sagen: No Escape, White Water, Safecracker und Nova Blast. Weiterhin überläst man die Sache mit den Screenshots wohl lieber den Werbeanzeigen, als den Leser etwas im Test zu zeigen. Dann werden drei Spiele für die Intellivision getestet (Thin Ice, ein geniales Geschicklichkeitsspiel um einen Pinguin, das berechtigterweise auch eine 1,0 bekommen hat, Mission X und Buzz Bombers). Dann wurden die eher durchschnittlichen Parker-Spiele für die 2600er Action Force (Ha!) und Sky Skipper getestet. Darauf folgte auf Seite 38 zwei Spiele für die Philips-Konsole G7000 Morse (ja, ja, ich habe den Titel auch zwei Mal lesen müssen) und Supermampfers Rache (Preisfrage: Welches Spiel wurde hier wohl geklont? Ja, ist schwierig, ich weiß!) Anschließend wurden noch ein paar Spiele für die Atari getestet, an die ich mich in den Verkaufsregalen nicht erinnern kann: Ram it!, Springer, Rabbit Transit, Frogger (von Starpath und nicht die bekannte Version von Parker) und Phaser Patrol.

Dann folgt das Monatliche Poster. So was hatten die Magazine früher alle! Und hier war es ein Poster zu dem Pinball-Automaten Gold Ball von Bally Midway. Wie cool ist das denn?!?
Nein, nicht wirklich? Okay...
Darauf folgen ein paar Tests zu Vectrex-Spielen, die Damals kein Schwein in meinen Bekanntenkreis interessiert hatten. Das Ding konnte man ja nicht einmal am Fernseher anschließen und S/W war es auch noch. Wie cool das Teil eigentlich war, hatte ich erst Jahre später kapiert. Aber dies ist eine andere Geschichte..
Auffällig ist hier auf Seite eine große Anzeige eines Shops aus Siershahn (wo immer das auch ist) mit Namen Game-World (Huh!), der mit den Satz warb "Nur erstklassige Originale. Keine Raubkopien aus dunklen Quellen!" (ja, aber, Hallo!). Und "Sofort unsere umfangreiche Überraschungspreisliste anfordern!" Interessant finde ich auch an den meisten Anzeigen das nicht von Spielmodulen oder Cardriges gesprochen wurde, sonder von Cassetten! Also jetzt für die 2600er oder Coleco-Konsole! Hatte sich 1983 wirklich der Terminus Modul noch nicht durchgesetzt gehabt?
Dann folgen noch zwei Tests zu 2600er Spielen einer Firma Xonox mit Namen Ghost Manor und Spike's Peak. Und plötzlich sogar mit Screenshots! 6 auf einmal!

Und dann auf Seite 48 endlich alle anderen Screenshoots! Und zwar zu allen getesteten Spielen! Nee, doch nicht. Nur zu 25 Spielen. Und nur ein Screenshoot pro Spiel. Naja...
Dann kommen drei Seiten Stratigie-Tips zu Pitfall.
Darauf kommt eine 3-Seitige Einführung zum Thema Heimcomputer. Gefolgt von einem Test zum ZX Spectrum, der zwar weit auf den britischen Inseln verbreitet war, aber hier zu Lande kaum jemand interessiert hatte. Okay, vielleicht ein wenig übertrieben. So ein paar Fans gab es schon.
Dann kamen die unvermeidlichen Listings zum Abschreiben. Ein Spiel Namens Jetfop für den Atari 400/800 von einem Falk Langer (wohl nicht verwandt mit Jörg Langer?) und ein Spiel Namens Gulp. Tja..
Und dann folgt eine kleine, sagen wir mal Übersicht und nicht Testreihe, von Computerspielen für Spektrum und Atari. Auch so mit Namen wie High Noon, Gnasher, Winged Avenger, Gulpman (mooment mal! Gulp...man?!?), Squish'em und Repton.

Dann schnupperte man noch in andere Themen die Videospieler interessieren konnte rein. Ab Seite 66 Neues vom Hexer Synthesizer. Z.B. etwas über Korgs Poly-61 der Damals 2500 DM geksotet hatte. Ein wunderbares polyphones Teil, das ich auch gern gehabt hätte. Dann eine 2-Seitige Kurzgeschichte mit Namen Der Mutant (nein, nix Perry Rhodan und nix X-Men). Anschließend geht es auf Seite 72 zurück zum eigentlich Thema Videospiele mit einen Bericht über die neusten LCD-Spiele. Mit dabei natürlich Nintendo's Game&Watch-Spiele. Ab Seite 76 gab es einen Überblick von Pinball Automaten von 1983 wie Eight Ball Deluxe und Stern's fantastischer Tisch Viper, aber eben auch Gottlieb's Black Hole, der mir nie richtig gefallen hatte, weil da die Kugeln immer so schnell durchrauschten und nie ein richtiges Spiel zu Stande kam. Trotzdem war der Tisch scheinbar so beliebt oder bekannt, das man den Tisch in den virtuellen Sammlungen für die PS2 und 3 wie auch der Wii wieder findet. Und zu letzt auch bei Pinball Arcade für iOS und Android.

Dann folgen ein paar Seiten Kleinanzeigen, bei denen ich teilweise über die Spielepreise gestaunt habe: Speed Rider für Atari 400/800 für 149,-DM! Donkey Kong für 2600er 110,-DM! Ich kann mcih nicht erinnern so viel Geld für Cardriges ausgegeben zu haben. Mein Haupt-Dealer war ein Shop am Tempelhofer Damm in Berlin schräg gegenüber dem Ullsteinhaus gewesen. Ich glaube nicht das ich über 50 EUR für eine Atari-Spiel ausgegeben habe, kann mich aber auch nicht mehr so an die Preis erinnern. 
Witzigerweise habe ich eben eine Anzeige von denen auf der letzten Seite im Heft gefunden. Das 1. Berliner Telespiel-Center! Gehörte wohl zum Tonstudio Tempelhof (was ich bisher nicht wusste), das es zwar recht lange gegeben hatte, aber nun heute auch nicht mehr.
Und mit der Vorschau auf das nächste Heft für den 21.11.1983 endet das Heft auf Seite 82.
Ich könnte jetzt ja sagen "wir hatten ja Damals nix", aber das stimmt ja nicht. Auch wenn ich hier und da mal an den Heft rumgewitzelt habe, so war es doch eine schöne Quelle gewesen. Die einzige deutschsprachige zu der Zeit zum Thema Videospiele! Ich habe es bedauert das das Mag 1985 eingestellt wurde. 

Wer also bis hier hin gelesen hat (Respekt!) danke ich das er mich auf diese kleine Zeitreise begleitet hat!
Und ich würde mich über ein Feedback freuen ob denn so lange Texte auf kein Halma gewünscht sind und in dieser Form der "Zeitreise" oder eher nicht?